Sportjournalisten-Verein Baden-Pfalz (SBP)
Heini W. Seith (Foto: Beate Paland/Stadtwiki Karlsruhe)

Zum Tode Heini W. Seiths – Ein badisches Original hat uns verlassen

Der „Reporta“ ist tot. Heini W. Seith starb am 4. August im Alter von 86 Jahren.

Von Markus Gilliar

Vor der Euro 2016 habe ich ihn noch in seiner Heimat Neureut besucht. Er strahlte immer, wenn ich ihm berichtete: vom KSC, von der Nationalmannschaft, von den neuen Kameras und Objektiven, von unseren letzten und den bevorstehenden Terminen, von der Familie, von Kolleginnen und Kollegen. Er wollte alles wissen. Nun erreichte uns die traurige Nachricht: Heini W. Seith lebt nicht mehr.
 
Jahrzehntelang fotografierte Heini, geboren am 5. März 1930, viele Ereignisse in seiner badischen Heimat. Vor allem der Regionalsport und der KSC hatten es ihm angetan. Mit leuchtenden Augen erzählte er gerne in der ihm eigenen Sprache von unseren gemeinsamen Fahrten zu den KSC-Auswärtsspielen im UEFA-Pokal (Seith-Fotos: GES-Sportfoto/Augenklick).

Die Fotografie begann er 1956, fast 40 Jahre füllten seine Fotos den Sportteil der Badischen Neuesten Nachrichten. Zwischen 1975 und 1990 war Heini für die dpa als Sportfotograf aktiv. Seit über 25 Jahren war er unser freier Mitarbeiter. Egal, wo er auftauchte, er kannte alle – und alle kannten den „Reporta“, so sein Kürzel.

Als Ausgleich dazu widmete er sich zusätzlich der Naturfotografie. Gern zog er sich in die Natur zurück, in seinem „Hüttle“ beobachtete er die Natur durch seine Linse.

Was Heini sagte, hatte Gewicht, er erreichte die Herzen der Menschen. Er hatte viele Erinnerungen auf Film gebannt, aber noch besser hatte er es im Kopf abgespeichert. Er sorgte dafür, dass viele Geschichten des Sports, die weit über einzelne Fotos hinausgingen, den Menschen in Erinnerungen bleiben.

Heini wird uns fehlen. Sein Humor, seine sonore Stimme, seine Geschichten. Wir werden ihn nie vergessen und denken an seine Familie.

Das große Seith-Foto stammt von der Seite Stadtwiki Karlsruhe. Wir danken der Fotografin Beate Paland für die großzügige Überlassung.

05.08.2016






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