Verein Augsburg-Allgäuer Sportpresse (VAS)
Wilfried „Wif“ Läbe: Der Jubilar denkt noch noch lange nicht daran, sich auf die faule Haut zu legen (Foto: VAS)

Wilfried „Wif“ Läbe zum 75. Geburtstag – Nimmermüder Tausendsassa

In Günzburg, dem Städtchen im bayerischen Westschwaben ist Wilfried „Wif“ Läbe so etwas wie eine lebende Legende. Der ehemalige Sportredakteur und Manager der Günzburger Bundesligahandballer feiert am 14. August seinen 75. Geburtstag.

Von Herbert Schmoll

Wilfried „Wif“ Läbe ist das, was man einen Tausendsassa nennt. Er arbeitete nicht nur von 1964 bis 1991 als Sportredakteur bei der Neu-Ulmer Zeitung, einer Heimatausgabe der Augsburger Allgemeinen, sondern war über viele Jahre auch sehr erfolgreicher Macher bei den Handballern des VfL Günzburg.
 
Anfang der 1980er Jahre spielte er mit seiner Mannschaft in der Bundesliga, die Heimspiele waren mit 4000 Besuchern fast immer ausverkauft. Mit seinem Engagement infizierte er die Donaustadt mit dem Handballfieber. Er lockte Stars wie Zdravko Miljak, Olympiasieger von 1972, oder Josip Milkovic aus dem ehemaligen Jugoslawien an die Donau; aus Rumänien kam der Weltklassespieler Hans Moser.
 
Unter Läbes Ägide wurden Jörg und Frank Löhr (Foto: firo Sportphoto/Augenklick) sowie Franz Fasold ins Nationalteam berufen. 1982 erreichte die Günzburger Mannschaft das Pokalfinale gegen TuS Nettelstedt, verließ zwar als Verlierer das Parkett, qualifizierte sich aber für den Europapokal. Ein Jahr später erreichten die bayerischen Schwaben in diesem Wettbewerb das Halbfinale gegen den DDR-Cupgewinner SC Empor Rostock.
 
Gerd Horseling, heute stellvertretender Chefredakteur bei der Augsburger Allgemeinen und damals beruflicher Wegbegleiter des Jubilars sagt: „Wilfried Läbe hatte eine starke Art der Kommunikation und konnte Leute überzeugen.“

Er kämpfte sich zurück ins Leben
 
1991 erlitt Läbe einen schweren Schicksalsschlag. Auf dem Weg zu einem Interview mit dem damaligen Manager des VfB Stuttgart, Dieter Hoeneß, wurde er unverschuldet in einen schweren Autounfall verwickelt. Nach vier Wochen Koma erfuhr Läbe von den Ärzten der Unfallklinik Murnau, wie gering seine Überlebenschancen waren. Doch er kämpfte sich zurück ins Leben, auch wenn ihm die Nachwirkungen dieses Dramas gesundheitlich immer noch zu schaffen machen.
 
Seinem Beruf, den er stets als Berufung empfand, und dem Sport ist Wilfried Läbe immer noch eng verbunden. Er betreut in seiner Heimat Sportler journalistisch, hat das Günzburger Fußball-Prominententeam „Mittwochskicker“ ins Leben gerufen und tritt mit dieser Mannschaft in Wohltätigkeitsspielen an. Daneben schreibt er Bücher. Wilfried Läbe denkt noch lange nicht daran, sich auf die faule Haut zu legen. Das wäre auch seine Sache nicht.

14.08.2016






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