Verband der Sportjournalisten Berlin-Brandenburg (VdSBB)
Preisträger Henning Harnisch (Mitte) mit Laudator Michael Reinsch von der FAZ (r.) und VdSBB-Vorsitzenden Hanns Ostermann (Foto: Regina Hoffmann-Schon)

Goldenes Band für Henning Harnisch

Henning Harnisch war sls aktiver Basketballspieler überaus erfolgreich. Inzwischen glänzt er im Nachwuchsbereich. Für sein soziales Engagement wurde Harnisch nun vom Verband der Sportjournalisten Berlin-Brandenburg geehrt.

Von Johannes Nedo

Als Basketballspieler ist Henning Harnisch vielen Sportfans ein Begriff. Mit der deutschen Nationalmannschaft wurde er 1993 Europameister und gewann mit Leverkusen und Alba insgesamt neunmal die Deutsche Meisterschaft. Mittlerweile ist der 48-Jährige Vizepräsident der Berliner Klubs und für die Nachwuchsförderung zuständig.

Diese Rolle füllt er in besonderem Maße aus. Harnisch kümmert sich intensiv um Schüler und Schülerinnen an Berlins Grundschulen und bringt ihnen Sport und Bewegung im Allgemeinen und Basketball im Speziellen nah. Dieses Engagement ist zu seiner Berufung geworden. Deshalb erhielt er Anfang November „Das Goldene Band“ des Vereins der Sportjournalisten Berlin-Brandenburg (VdSBB).

Zuteil wurde Harnisch (Foto: firo Sportphoto/Augenklick) die traditionsreiche Ehrung im Rahmen einer Preisverleihung vor mehr als 100 Gästen im Bärensaal des Alten Stadthauses der Berliner Senatsverwaltung für Inneres und Sport. „Mit Henning Harnisch würdigen wir eine Person, die in optimaler Weise Sport und vielfältiges Engagement miteinander verbindet“, sagte der VdSBB-Vorsitzende Hanns Ostermann (Deutschlandradio), „wir wollen mit dem Goldenen Band bewusst die gesellschaftliche Verantwortung ehren.“

„Sport als Medium zur Stadtentwicklung – für ein besseres Miteinander“

„Ich fühle mich sehr geehrt und finde es toll, dass die Sportjournalisten beim Goldenen Band den Dreh zum Sozialen gefunden haben“, kommentierte Harnisch seine Auszeichnung und betonte, er verstehe „Sport als Medium zur Stadtentwicklung – für ein besseres Miteinander“. Sein Fokus auf die Jugendarbeit sei für ihn alternativlos. „Kinder sollen glückliche Sportbürger werden“, sagte Harnisch.

So lobte auch Michael Reinsch, Sportredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, bei seiner Laudatio, wie beeindruckend es Harnisch gelinge, den Sport mittels der Alba-Angebote für Schulen und Kitas in der Stadt zu verwurzeln. „Harnisch ist ein Initiator des Sports geworden“, sagte Reinsch, „es ist ein großes Glück für Berlin, dass er hierher gekommen ist.“

Denn Harnisch handelt nach dem Credo: Um den Nachwuchs sollten sich die Besten kümmern. Er sorgte dafür, dass sein Verein mit zahlreichen Schulen kooperiert. So helfen Trainer beim Sportunterricht an Grundschulen. Zusätzlich entstehen Basketball-AGs, an denen mehr als 1000 Kinder und Jugendliche teilnehmen. Die Berliner Profi-Klubs haben sich der Initiative angeschlossen, der Senat fördert sie.

Überdies hat Harnisch mit „Test your Skills“ einen Trainingsparcours entwickelt, bei dem sich Kinder ausprobieren können, angeleitet von Alba-Jugendtrainern. Dieses Programm macht inzwischen in ganz Deutschland Schule und fördert Nachwuchstalente (Foto: sampics Photographie/Augenklick).

Mit 89 Jahren ist „Das Goldene Band“ die traditionsreichste Auszeichnung im deutschen Sport. Jockey Otto Schmidt, Leichtathlet Otto Peltzer und der Schwimmer Ernst Vierkötter waren 1927 die ersten Preisträger. Später reihten sich Sportler wie Max Schmeling, Michael Groß, Heike Drechsler oder Rudi Völler in die Reihe der Geehrten ein.

Seit 2015 hat „Das Goldene Band“ eine neue Richtung eingeschlagen. Schwerpunkt ist nun das soziale Engagement im Sport. Preisträger werden nicht nach ihren sportlichen Verdiensten und Medaillen bewertet. Vielmehr geht es um Persönlichkeiten, die sich im Sport für andere Menschen einsetzen.

08.11.2016






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