Verband Westdeutscher Sportjournalisten (VWS)
Paul-Joachim „Paua“ Neusser (Foto: privat)

Paul-Joachim „Paua“ Neusser zum 75. Geburtstag – Begnadeter Reporter

Er prägte viele Jahre den Sport-Informations-Dienst, war ein überaus geschätzter Kollege und glänzte mit seinen Fachkenntnissen. Am 6. Januar wird Paul-Joachim „Paua“ Neusser 75 Jahre alt.

Von Ralph Durry

Die Anzahl der Kilometer, die wir zusammen zu Bundesliga-, Länderspielen, Welt- oder Europameisterschaften oder auf dem Weg in gemeinsame Urlaube zurückgelegt haben, beläuft sich sicherlich auf mehrere zehntausend. Meistens war ich der Fahrer und Joachim Neusser, den alle Welt nur als „Paua“ kennt, mein Co-Pilot. Und das immer im besten Sinne. Es gibt keinen besseren Beifahrer als ihn, der dich mit seinen Geschichten und unzähligen Anekdoten bei Laune hält und zum Lachen animiert.
 
Am 6. Januar 2017 vollendet „Paua“ sein 75. Lebensjahr. Ich hatte das Glück, ihn mehrere Jahrzehnte beim Sport-Informations-Dienst begleiten zu dürfen. Als ich 1983 von der Kölner Fußball-Woche zum SID nach Neuss wechselte, war Paul-Joachim Neusser schon fast ein Urgestein bei der von Prof. Alfons Gerz 1945 in Düsseldorf gegründeten Sportnachrichten-Agentur, ein begnadeter Reporter, einer, dem keine Story entging, der sein Ohr immer am Puls der Zeit und der Protagonisten hatte (Neusser-Foto: privat).
 
Egal ob Fußball, Eishockey, Tischtennis oder seine große Passion Handball – Paul-Joachim Neusser kennt sich aus. Ihm kann keiner etwas vormachen. Der Vollblutjournalist war mit seinen Geschichten nicht immer für die Betreffenden bequem, aber stets fair. Mit seiner Kompetenz, Aufrichtigkeit und klaren Sprache erfuhr er stets höchste Anerkennung. Über viele Jahre, so habe ich das während unserer gemeinsamen Zeit immer empfunden, war „Paua“ so etwas wie das Gesicht des SID.

Unverwechselbarer Humor, gute Laune und Verlässlichkeit

Und immer war und ist es noch heute eine Freude, wenn ihn die Kollegen fast überschäumend herzlich in den Stadien begrüßen. „Paua“ hat sich diesen Respekt im Kollegenkreis zu Recht erworben. Als er sich nach weit mehr als vier Jahrzehnten als Agenturjournalist kurz vor der WM 2006 in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedete, wurde nicht nur mir das Herz ein bisschen schwer. Paul-Joachim Neussers unverwechselbarer Humor, seine gute Laune, seine Verlässlichkeit und Zuverlässigkeit waren nicht einfach zu ersetzen. Zum Glück haben wir auch danach den Kontakt aufrechterhalten.

Inzwischen befindet sich „Paua“ schon mehr als ein Jahrzehnt im steten Unruhestand. Zwar kann sich der stolze Vater von drei Söhnen schon sehr intensiv mit seinen Enkelkindern beschäftigen, aber genauso gerne trifft er sich mit Freunden im heimatlichen Lintorf vor den Toren Düsseldorfs oder im Kreis der „Düsseldorfer Jonges“.

Ältere Schwester sorgte unfreiwilig für den Spitznamen ihres Bruders

Wenn es ums Spielen zum Zeitvertreib geht, dann ist „Paua“ immer mit voller Begeisterung dabei. Egal, ob es das Kartenspielen, Boule oder andere Geschicklichkeitsspiele sind, er beweist großen Ehrgeiz gepaart mit viel Ballgefühl. Noch heute sprechen die Kollegen mit großer Hochachtung vom Fußballer „Paua“ in der Journalisten-Auswahl, in der er mit seinem gefürchteten linken Fuß brillierte.

An dieser Stelle sei auch nochmal erwähnt, woher Paul-Joachim Neusser seinen Spitznamen hat. Seine ältere Schwester Monika, Gattin des überaus geschätzten Kollegen Wolfgang Uhrig, konnte im Kindesalter den kompletten Vornamen ihres kleinen Bruders nicht aussprechen. Sie sagte stattdessen „Paua“ – dabei ist es bis heute geblieben.

Lieber „Paua“, ich wünsche Dir zu deinem Ehrentag das Allerbeste, bleib weiter so fit, fidel und fröhlich. Ich bin wirklich stolz darauf, einen so guten Freund gefunden zu haben.

06.01.2017






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