Verein Bergische Sportpresse
Der langjährige VBS-Vorsitzende Manfred Osenberg (l.) tauscht sich mit WSV-Ikone Günter Pröpper aus (Foto: Holger Battefeld)

Stimmungsvolle Feier zum 50. Geburtstag des VBS

Der Ort für die Feierlichkeiten war passend gewählt. Wer im Wuppertaler „Bootshaus“ seinen 50. Geburtstag zelebriert, macht damit deutlich, dass er in seiner wechselvollen Historie allen Stürmen erfolgreich getrotzt hat. Herzlichen Glückwunsch, Verein Bergische Sportpresse!

Von Andreas Dach

Mehr als 70 Mitglieder, Ehrengäste wie Wuppertals Fußball-Ikone Günter Pröpper und Freunde des Journalistenvereins gaben sich die Ehre. Sie alle wurden mitgenommen auf eine Reise durch die lokale Sportgeschichte, in welcher die unterschiedlichsten Facetten der zurückliegenden fünf Jahrzehnte beleuchtet wurden.

Der langjährige Präsident Manfred Osenberg (rund 40 Jahre in der Verantwortung), Herausgeber von lokalen Sportmagazinen wie dem Fußball-Report und der Bergischen Handball-Zeitung, geizte nicht mit Anekdoten aus dem Vereinsleben. Er erinnerte ebenso an die Gründung des Vereins Bergische Sportpresse im Clubraum des Barmer TV in der legendären Sporthalle Heckinghausen wie an die Reisen in alle Welt. Delegationen des VBS waren unter anderem in Sportredaktionen in New York, Israel, Rom, Barcelona und Südafrika zu Gast (Foto VBS-Vize und ZDF-Reporter Martin Schneider im Interview mit Wuppertals Oberbürgermeister Andreas Mucke: Holger Battefeld).

In der Region sorgte der VBS durch die Organisation stets ausverkaufter Sportpressefeste für Höhepunkte. Das erste fand 1968 in Heckinghausen statt. Unter anderem mit Manfred Steffny und Dieter Kürten. Das letzte 1998 in Remscheid, als Werner Hansch moderierte und beispielsweise der mehrfache Schwimm-Olympiasieger Roland Matthes aus seinem Leben berichtete.

Mut zum Risiko und ausverkaufte Hallen

Stars aus Sport, Show und Politik – von Wolfgang Overath bis zu den Bläck Fööss, von Walter Scheel bis Franziska van Almsieck – sorgten für stets ausverkaufte Hallen. Das Veranstaltungsteam um Klaus Göntzsche (Vorstandsmitglied von 1977 bis 2011 ohne Unterbrechung) wurde für seinen Mut zum Risiko belohnt. Der VBS machte immer zum richtigen Zeitpunkt Schluss mit Veranstaltungen: Wenn sich Trends änderten und Verluste drohten, die auf diese Weise vermieden wurden.

Göntzsches Nachfolger als zweiter Vorsitzender des VBS wurde vor sechs Jahren übrigens der ZDF-Reporter Martin Schneider, der die Sportjournalisten aus Wuppertal, Remscheid, Solingen und dem südlichen Ennepe-Ruhr-Kreis auf launige Weise durch das Abendprogramm im Bootshaus führte.

Natürlich wurde auch an die Zeit erinnert, als der Verein die Fußball-Stadtmeisterschaft in der Uni-Halle noch ausrichtete. Oder an die Integration ausländischer Mitbürger, für die man sich schon früh engagiert hatte (Foto Gast Philipp Tychy, Geschäftsführer des Bergischen HC: Holger Battefeld).

Durch die Initiative von VWS- und VBS-Mitglied Jochen Macheroux spielten Pfarrer vieler Konfessionen (mit Manfred Rekowski, dem derzeitigen Präses der evangelischen Kirche) gegen ein Boxerteam Fußball, dazu kamen afrikanische Asylbewerber, ein VBS-Team und eine Mannschaft aus dem bergischen Vergnügungsgewerbe. Ein höchst illustrer Kreis. Unvergessen.

Fußball wird beim VBS auch heute noch gespielt. Jeden Mittwoch in der Halle Heckinghausen, quasi das Epizentrum des Vereinslebens. Nur am Abend im Bootshaus wurde nicht gekickt. Stattdessen geschunkelt, als Paul Decker, Kopf der bergischen Kultband Striekspöen, das Bergische Heimatlied intonierte. Manch einer hatte da sogar Glanz in den Augen.

11.03.2017






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