Vereinigung Schleswig-Holsteinischer Sportjournalisten (VSHS)
Ernst-Helmut Burghardt (Foto: privat)

Ernst-Helmut „Helle“ Burghardt zum 80. Geburtstag – Immer freundlich und in sich ruhend

Er war ein Allrounder, und er war flexibel. Heute Segeln, morgen Handball, übermorgen Boxen – alles kein Problem für Ernst-Helmut Burghardt, der am 13. August 80 Jahre als wird.

Von Gerhard Müller

„Helle“, wie er im Kollegenkreis nur genannt wird, begann als Sportredakteur beim Flensborg Avis, der Zeitung der dänischen Minderheit in Flensburg, bevor er in den 1970er-Jahren zum Flensburger Tageblatt wechselte. Bis 1999 berichtete Burghardt über große wie kleine Ereignisse.

Sein erster bedeutender internationaler Einsatz lag 1978 fast vor der Haustür: die Handball-WM in Dänemark, als die deutsche Mannschaft mit Trainer Vlado Stenzel überraschend den Titel gewann. Er berichtete 1986 vom Bundestag des Deutschen Sportbundes (DSB), als der Flensburger Hans Hansen, damals ebenfalls VDS-Mitglied, zum Präsidenten gewählt wurde.

Der immer freundliche und in sich ruhende Burghardt war auf keine Sportart fixiert. Der Flensburger schrieb über die Aufstiege des Flensburger TB 1971 und des TSB Flensburg 1978 in die Handball-Bundesliga, er war Stammgast bei der Kieler Woche, er ging zum Fußball und zur Leichtathletik, und besonders am Herzen lag ihm der Flensburger Boxsport.

Es gab kaum einen der zahlreichen internationalen Kampfabende, die der legendäre Erwin Pophal veranstaltete, die „Helle“ verpasste. Gleiches traf auch auf die Box-Bundesliga mit dem DBK Sparta Flensburg zu. Er verfolgte damit auch die ersten Schritte von Witali und Wladimir Klitschko, die Pophal an die Flensburger Förde geholt hatte.

Aber auch den „kleinen“ Sport begleitete Ernst-Helmut Burghardt intensiv. Es war für ihn normal, Sonnabende auf Sportplätzen oder in Sporthallen zu verbringen: Erst zum Fußball beim TSV Nord Harrislee, dann hinüber zu den Harrisleer Handballerinnen und abends noch zum Derby SG Flensburg-Handewitt gegen den THW Kiel (Foto SG-Handballer Henrik Toft-Hansen: firo sportphoto/Augenklick).

Zwei Amtszeiten für Burghardt als VSHS-Vorsitzender

„Sportredakteur – das war für ‚Helle’ kein Beruf, sondern Berufung“, versichert Hans-Werner Klünner, sein langjähriger Kollege beim Flensburger Tageblatt. Dort verabschiedete sich  Burghardt 1999 aus gesundheitlichen Gründen in den vorzeitigen Ruhestand.

Drei Jahre zuvor hatte er nach zwei Amtszeiten den Posten des Vorsitzenden der Vereinigung Schleswig-Holsteinischer Sportjournalisten an Andreas Kling übergeben, der die VSHS zehn Jahre leitete.

Seitdem ist „Helle“ Ehrenvorsitzender des VSHS. So lange es seine Gesundheit zuließ, war er auch ständiger Gast bei Veranstaltungen der VSHS, deren Jahrestreffen er unter anderem als Bingo-Spielleiter lange bereicherte. Das Interesse an seinem Beruf hat der Allrounder nie verloren.

13.08.2017






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