Verein Frankfurter Sportpresse (VFS)
Abendhimmel in Su?dafrika (Foto: Fotoagentur Kunz/Augenklick)

Jens-Jürgen Bothfeld wird 80 Jahre alt – Geburtstag in Südafrika

Er ist immer noch aktiv, macht lange Radtouren. Und er verreist gerne, zum Beispiel nach Südafrika. Dort feiert Jens-Jürgen Bothfeld am 26. September seinen 80. Geburtstag.

Von Bernhard Schmittenbecher

Jens-Jürgen Bothfeld ist zufrieden. Rundweg zufrieden. Blickt auf ein arbeitsreiches Leben, das ihm viel Spannung, viele schöne Momente und sicher auch einige weniger schöne lieferte. Journalist? Mit dieser Berufsbezeichnung für ihn tut er sich schwer. „Meinen letzten sportjournalistischen Text habe ich 1976 verfasst. Das ist 41 Jahre her.“
 
Dem Verein Frankfurter Sportpresse ist er dennoch treu geblieben. „Aus Solidarität“, wie er sagt, „ich interessiere mich ja für Sport und auch den Sportjournalismus.“ Liest er die Autoren der aktuellen Berichte, kennt er keinen mehr. Fast keinen. „Helmer Boelsen war der letzte aus meiner Zeit.“ Nach kurzem Nachdenken revidiert er: „Hartmut Scherzer und Steffen Haffner. Aber beide haben im Gegensatz zu mir ihr ganzes Berufsleben im Sportjournalismus verbracht.“
 
Bothfeld (Foto: privat) hat unter anderem für die Frankfurter Neue Presse und die Welt gearbeitet, den Großteil seines Berufslebens Public Relations für große Unternehmen betrieben. Sport kam da eher selten vor. Seine Agentur hatte auch mal versucht, in einen Pitch bei Eintracht Frankfurt zu kommen. Letztlich ohne Erfolg. Es wäre auch nicht gut gewesen. Denn Bothfelds besondere Qualität war immer die Neutralität, die gebotene Distanz. Verbrüderung mit Kunden war ihm stets ein Gräuel. Das Eintracht-Herz, das in ihm schlägt, hätte hier also als Widerspruch gestanden. 
 
Was er neben der Eintracht genau im Auge behält, ist die Entwicklung der regionalen Medien. „Es ist traurig, was sich da entwickelt hat und immer weiter entwickelt. Wo soll das mit den Auflagenzahlen denn noch hingehen?“, fragt er und drückt unausgesprochen aus, ob da nicht ein ganzer Berufsstand in Gefahr gerät.
 
Das sportliche Interesse ist also noch immer hellwach. Und die sportlichen Aktivitäten? „Meine Radtouren mache ich immer noch. Nicht zum Einkaufen. Das müssen schon längere Strecken sein.“ Und seinen Ehrentag – wie wird er ihn verbringen? „Ich werde traditionell verreisen. Dieses Mal ist Südafrika mein Ziel.“

26.09.2017






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