Vereinigung Schleswig-Holsteinischer Sportjournalisten (VSHS)
Von links: Moderator Andreas Kling, Lübecks Trainer Torge Greve und Manager Michael Friedrichs, THW-Coach Alfred Gislason sowie Trainer Mike Machulla und Geschäftsführer Dierk Schmäschke von der SG Flensburg-Handewitt (Foto: Jörg Lühn)

Handball-Treff wieder ein großer Erfolg

Die Vereinigung Schleswig-Holsteinischer Sportjournalisten (VSHS) rief – und die Kolleginnen und Kollegen kamen gerne nach Neumünster zum traditionellen Handball-Treff. Die Vertreter der Nordklubs THW Kiel, SG Flensburg-Handewitt und VfL Lübeck-Schwartau gaben fleißig Auskunft. Es entwickelten sich rege Diskussionen.

Von Jens Kürbis

„Saisonende – der THW ist Meister, Flensburg Pokalsieger, und die Rhein-Neckar Löwen gewinnen die Champions League. Würden Sie das unterschreiben?“ Mit der Frage von Moderator Andreas Kling konfrontiert, kratzte sich Alfred Gislason am Kinn, sagte dann: „Meister ist immer unser Ziel, aber wer da vorn ist, ist auch in der Champions League vorn.“ Und dann legte sich der THW-Coach doch fest: „Ich wäre damit sehr zufrieden.“

Nach zwei Jahren ohne Meisterschale lechzen der Isländer und der auf Erfolg getrimmte THW nach dem Titel (Foto Rhein-Neckar Löwen: GES-Sportfoto/Augenklick). Auch weil der Auftakt missglückt ist, das Supercup-Finale gegen die Rhein-Neckar Löwen unglücklich mit 30:32 nach Siebenmeterwerfen verloren ging. Der Ärger darüber, er war Gislason auch 18 Stunden danach noch anzumerken: „Wir haben es selbst verschuldet, aber guten Handball gezeigt.“

In Neumünster beim traditionellen Handball-Treff der Vereinigung Schleswig-Holsteinischer Sportjournalisten mit den Erstligisten THW Kiel und SG Flensburg-Handewitt sowie erstmals auch Zweitligist VfL Lübeck-Schwartau standen Manager und Trainer der Vereine wenige Stunden vor dem Saisonstart Rede und Antwort.

So verriet Flensburgs Cheftrainer-Novize Maik Machulla, dass er vor dem ersten Heimspiel am Sonntag „sehr angespannt und auch aufgeregt“ sei. „Das ist ein ganz anderer Druck. Aber ich freue mich auf die große Herausforderung“. Nur die Frage nach den großen Fußstapfen, die Vorgänger Ljubomir Vranjes hinterlassen hat, könne er nicht mehr hören.

Erste Liga – das ist bis 2020 das Schwartauer Ziel. „Der Weg ist sehr weit, die Kluft zwischen den Ligen riesengroß“, sagte Coach Torge Greve. „In dieser Saison wollen wir erst einmal Platz sechs aus dem Vorjahr bestätigen. Ein, zwei Ränge schlechter sind auch nicht schlimm. Danach sehen wir weiter.“

Titelkampf, Hallenpläne und vom Fernsehen diktierte Änderungen

Der Handball-Treff wurde zum Streifzug über viele Felder. Thema Titelkampf. „Wir wollen um alle drei Titel mitspielen“, erklärte SG-Chef Dierk Schmäschke. Gislason und Machulla erwarten keinen Dreikampf mehr. Die Spitze sei breiter, Melsungen, Magdeburg und Berlin seien dran.  

Schmäschke berichtete von SG-Plänen über eine Erweiterung der Flens-Arena. In Lübeck wünscht sich VfL-Manager Michael Friedrichs gar eine neue Halle: „Für die erste Liga brauchen wir eine mit einer Kapazität größer als 4000 Zuschauer.“
 
Gislason hatte derweil so seine eigenen Ansichten zum Anwurf sonntags zur Mittagszeit („Ich hoffe nur, die Jungs kommen nicht direkt aus dem Bett zum Spiel“) und zu den Richtmikrofonen zur Trainerbank („Meine Jungs lernen jetzt isländisch“). Aber mit Machulla war er sich einig. Die Bundesliga wird sich auf die vom Fernsehen diktierten Änderungen schon einstellen.

25.08.2017






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