Verband der Sportjournalisten Berlin-Brandenburg (VdSBB)
Eberhard Bock beim Skatturnier des VdSBB (Foto: Regina Hoffmann-Schon)

Eberhard Bock wird 80 Jahre alt – Als Mittelstreckler und Jogger im Ruhestand

Er war ein leidenschaftlicher Läufer und ist ein Kollege mit lexikalischen Wissen. Vielseitigkeit und Offenheit zeichnen ihn aus. Am 22. Oktober feiert Eberhard Bock seinen 80. Geburtstag.

Von Wolfgang Hempel

Drei Jahrzehnte habe ich ihn bewundert, wenn er schlagfertig Zeiten, Weiten und Höhen der Athleten aus dem Effeff nannte, die Vornamen von Franzosen, Amerikanern oder Chinesen gar buchstabierte. Die Rekorde, Bestleistungen oder Fabelzeiten von gestern und heute zählte er auf. Noch ohne Computer.
 
Und er war der Russisch-Dolmetscher in der Redaktion Deutsches Sportecho von 1962 bis 1990, der Fachredakteur für Leichtathletik und Skisport – Eberhard Bock. Drei Jahre zuvor redigierte er in Berlin die Fachzeitung Leichtathlet, am Ende seiner journalistischen Laufbahn noch einmal knapp zwei Jahre eine Schach-Fachzeitschrift (Bock-Foto: privat).
 
Eberhard war über zehn Jahre leidenschaftlicher Mittelstreckler bei Einheit/Turbine Falkensee (Bestzeit über 800 Meter 1:52,8 Minuten), und er zahlt noch heute seinen Mitgliedsbeitrag beim TSC Berlin. Beim Berliner ISTAF erlebte man ihn in den vergangenen zwei Jahrzehnten als Stammgast. Er führte in den 1990er-Jahren am Rande der Bahn und Sprunggrube im Olympiastadion Interviews mit den Athleten und betrieb lange Zeit die Öffentlichkeitsarbeit für das ISTAF in Königs Wusterhausen.
 
Skat spielt er nach wie vor, in einem Chor singt er auch noch

Doch in diesem Jahr lenkte er seine Schritte nicht mehr ins Olympiastadion. Zurückhaltung, Schonung ist jetzt angesagt. Auch bei den VdSBB-Veranstaltungen, bei denen er über Jahre Stammgast war, wurde er nicht mehr gesehen. Auf Rat des Kardiologen geht es ihm, wie Eberhard Bock es nennt, „um die Beherrschung der Gesundheit“. Kniebeschwerden erlauben ihm auch nicht mehr die Joggingrunden durch die Berliner Königsheide, die er über Jahre mit fast fanatischem Eifer bis zu dreimal in der Woche drehte. Auch mit dem Auto begnügt er sich als „Kurzstreckler“.
 
Doch Skat spielt er nach wie vor, und in einem Chor singt er auch immer noch. Und mit seiner Frau Anneliese, mit der Eberhard in einer Patchwork-Familie vier Kinder groß gezogen hat, fährt er zur Sommerszeit wie seit 27 Jahren gern ins Grüne, an die Berliner Dahme; das Zelt hat er längst gegen ein keines „Häuschen“ eingetauscht. Ein paar Minuten Schwimmen und Wassertreten, schwört Eberhard, „das ist gut, um die Beine zu stabilisieren“.
 
Wer ihn kennt, weiß, dass er alles mit fast missionarischem Eifer betreibt. Wie auch das Fotografieren, mit der Kamera hat man ihn früher oft in den Sportstätten gesehen. Heute sucht er sich in privater Umgebung die Motive. So ist Eberhard Bock immer gewesen, und darin ändert er sich nicht. Eine große Geburtstagsfeier am 22. Oktober wird es nicht geben, mit seiner Frau Anneliese zieht er sich zurück auf die Insel Usedom.

21.10.2017






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