Verein Münchner Sportjournalisten (VMS)
Hintere Reihe von links: Zita Zengerling (Stipendiatin 2018/2019), Philipp Crone (Jury), Thomas Walz (1. VMS-Vorsitzender), Bürgermeisterin Christine Strobl (Jury), Hans Stegmann (Bruder des Preis-Namensgebers Helmut Stegmann), Wolfgang Uhrig (Jury) und Hans Eiberle (Juryvorsitzender) sowie sitzend von links: Benedikt Warmbrunn (2. Platz), Jesko zu Dohna (1. Platz) und Sebastian Fischer (3. Platz) (Foto: Martin Hangen)

Jesko zu Dohna gewinnt Stegmann-Preis

Jesko zu Dohna ist der Sieger im 17. Helmut-Stegmann-Nachwuchsförderpreis für regionale und lokale Sportberichterstattung des Vereins Münchner Sportjournalisten (VMS). Der 30-Jährige gewann mit seiner Reportage „Sieger, zum Verlieren verdammt“ über Jockeys.

„Jedes Wochenende riskieren Jockeys auf Rennbahnen für eine Handvoll Euros ihr Leben. Hunger, Entsagung, Schmerz und schwere Stürze gehören zum Geschäft“, sagt Dohna, der als freier Journalist in Berlin arbeitet. Der Text erschien im Playboy, wo Dohna während seiner Ausbildung zum Redakteur in der Deutschen Journalistenschule in München Praktikant war.

Den zweiten Platz belegte Benedikt Warmbrunn, Sportredakteur der Süddeutschen Zeitung. Der ebenfalls 30-Jährige beschrieb in „Fäuste im Wind“ zwei völlig unterschiedliche Boxerbiografien. „Serafim Todorow war der letzte Boxer, der gegen Floyd Mayweather jr. gewonnen hat, 1996 bei den Olympischen Spielen. Der Verlierer dieses Duells ist inzwischen der reichste Sportler der Welt, der Sieger stürzte in die Armut ab.“ Die Reportage erschien in der SZ, Warmbrunn hatte zuvor dreimal in Folge gewonnen.

Wie schon im Vorjahr wurde Sebastian Fischer Dritter. Der SZ-Redakteur beschreibt in „Dünnes Eis“ den wirtschaftlichen Überlebenskampf der Sportarten jenseits des Fußballs am Beispiel von Eishockey. Der Bericht erschien in der SZ. Die Jury, die vor zwei Jahren die Qualität der eingesandten Arbeiten bemängelt hatte, lobte dieses Mal das Niveau. Es gibt diesmal für mich nur zu kritisieren, dass wir nicht mindestens fünf Preise vergeben konnten“, sagte Jurymitglied Ronald Reng.

Der VMS war bei der Ehrung Gast der Bürgermeisterin Christine Strobl, die der fünfköpfigen Jury angehört, und des Referats für Bildung und Sport, das von Beatrix Zurek geleitet wird. Der 1. VMS-Vorsitzende Thomas Walz, der Jury-Vorsitzende Hans Eiberle und Strobl überreichten an die Sieger die Urkunden und ein Exemplar des neuen Reng-Buches „Warum wir laufen“.

Außerdem wurde Zita Zengerling das Jahresstipendium des VMS überreicht, das mit 3000 Euro dotiert ist. Die 22-Jährige wird an der DJS zur Redakteurin ausgebildet und studiert an der LMU Journalismus. Die VMS-Mitglieder haben seit 2002 rund 75.000 Euro für das Stipendium und den Stegmann-Preis bereitgestellt. Der Wettbewerb erinnert an den 1997 verstorbenen Helmut Stegmann, der 18 Jahre lang Vorsitzender des VMS war.

vms/vds

Eine längere Fassung des Artikels finden Sie auf der Webseite des Vereins Münchner Sportjournalisten.

28.03.2018






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