Verband Westdeutscher Sportjournalisten

Kulturevent des VWS – Alle Erwartungen übertroffen

Es war ein begeisternder Tag, den die Mitglieder des Verbandes Westdeutscher Sportjournalisten gemeinsam erlebten. Nach intensiven Gesprächen gab es am Abend eine grandiose Trommelshow.

Von Andreas Dach

Ihr Training beginnt um 6.30 Uhr. Täglich. Wer die japanische Trommelkunst so exzellent beherrschen möchte wie Yamato, braucht Ausdauer, Disziplin und einen klaren Kopf. Also startet der Tag der muskulösen Musiker („The Drummers of Japan“) mit einem Lauf über zehn Kilometer. Es folgt ein gezieltes Krafttraining, ehe die eigentliche Arbeit aufgenommen wird. Jedes einzelne Mitglied der Company verbringt jährlich 3600 Stunden nur mit Trommeln – von nichts kommt nichts.

Seit ihrer Gründung 1993 sind die Virtuosen aus Fernost in 24 Ländern aufgetreten und überall gefeiert worden. Zurzeit heimsen sie in der Kölner Philharmonie stehende Ovationen ein. Wie am 15. August, als sich auch Mitglieder des Verbandes Westdeutscher Sportjournalisten und deren Partner in unmittelbarer Nähe des Doms von der Show mitreißen ließen (Trommler-Foto: Günter Passage).

„Es war ein fordernder Abend für die Leber und das Trommelfell“, sagte Johannes Krause scherzhaft. Der VWS-Vize hatte das jährliche Kulturereignis der Sportjournalisten, das mit einem lockeren Treffen im Reissdorf-Brauhaus begonnen hatte, liebevoll organisiert. Genau gegenüber dem Eingang zur Philharmonie gab es an einem lauen Sommerabend nicht nur kühles Kölsch, sondern auch ein „Kölsches Brett“. Die ideale Stärkung für intensive zwei Stunden, die folgen sollten.

Die neue Bühnenshow „Chousensha“ übertraf alle Erwartungen. Mit enormer Wucht, mit gnadenloser Präzision, mit unglaublicher Synchronität und einem rasanten Tempo bearbeiteten die Ensemblemitglieder ihre bis zu 35 Trommeln.

In der Spitze kommen sie auf 500 Schläge pro Minute. Sport? Kunst? Show? Auf alle Fälle mitreißend und ein weiterer Höhepunkt in der Geschichte des VWS, der viel Wert auf die jährlichen Kulturevents legt, bei welchem die Mitglieder in ungezwungener Atmosphäre zusammenkommen (Foto VWS-Gruppe und Kölner Dom: Kurt Keil).

Das GOP-Varieté-Theater in Essen und Bad Oeynhausen, das Kommödchen in Düsseldorf, der Kabarettist Thomas Freitag, Comedian Dr. Ludger Stratmann in der Wuppertaler Stadthalle, die Akrobatik-Show Urbanatix in Bochum, die Mitternachtsspitzen in Köln, der Mondpalast bei Prinzipal Christian Stratmann in Wanne-Eickel, Kabarettist Jürgen Becker in der Lenneper Klosterkirche und Circus Roncalli mit der Kultgruppe De Höhner gehörten bereits zu den viel beachteten und gerne genutzten Angeboten des VWS.

Jetzt kamen die Trommelwirbler mit ihrer neuen Show dazu. Exotisch, pantomimisch, schwitzend, durchdringend, farbenprächtig, extravagant und immer lächelnd. Letzteres taten auch die Sportjournalisten, als sie am späten Abend den Heimweg antraten.

Weitere Fotos finden Sie auf der Facebook-Seite des Verbandes Deutscher Sportjournalisten (VDS).

16.08.2018






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