TSJC-Jubilar Horst Szuba
Hallenhockey in der Messehalle Leipzig in den 1950er-Jahren (Foto: Horst Szuba)

Chronist des Thüringer Hockeysports

Er spielte Hockey, er lebt Hockey. Horst Szuba hat sich um diesen Sport verdient gemacht. Am 13. Juni feiert das älteste Mitglied des Thüringer Sportjournalistenclubs seinen 85. Geburtstag.

Von Axel Eger

Die Begegnung mit seiner Erika war für Horst Szuba auf doppelte Weise schicksalhaft. Als es den damals 20-Jährigen in der beruflichen Ausbildung für ein Jahr nach Naumburg verschlug, fand er dort nicht nur die Frau fürs Leben, sondern über sie auch den Weg zum Journalismus.

Erika folgte ihm nach Erfurt, wo sie 1957 bei der Tageszeitung „Das Volk“ als Sekretärin begann. Und der leidenschaftliche Hockeyspieler, der es mit Turbine Erfurt in der Oberliga bis zum dritten Platz bei der DDR-Meisterschaft gebracht hatte, widmete sich fortan als freier Mitarbeiter auch der Berichterstattung über den geliebten Sport (Szuba-Foto: privat).

Szuba hat den Weg des Erfurter und Thüringer Hockeys begleitet wie kein anderer. Im Hauptberuf zeitlebens im Liegenschaftswesen auf den Fluren der Bezirksdirektion der Post in Erfurt unterwegs (woraus sich wohl auch sein Faible für Briefmarken ableiten lässt), fand er seine wahre Berufung im Sport.

Und wo die Zeitungsspalten zu kurz waren, kanalisierte er als Pressewart des Thüringer Hockey-Verbandes seine Chronistenpflicht etwa in die im Eigenverlag mit viel Herzblut gemachte Zeitschrift „Hockey-Rundschau“, die er von 1993 bis 2013 20 Jahre lang herausgab.

2012 war er federführender Autor des Bandes „100 Jahre Hockey in Erfurt“. Am Rande des Hockeyfeldes ist er bis heute regelmäßig zu finden. Wie jüngst beim 15. Puffbohnenturnier, dem jährlichen Nachwuchsspektakel seines Vereins, des Erfurter Hockey Clubs. Hunderte Kinder und Eltern und Horst Szuba noch immer mittendrin (Foto: Screenshot EHC-Website).

Er kann Geschichten erzählen, Ergebnisse referieren, er ist Archivar, Zeitungsauschnittsammler, Olympiabüchernarr, kurz:  ein Sportverrückter und Vielfachinteressierter bis heute. In seiner Jugend hat er Fernschach gespielt, auf seine alten Tage die Liebe zum Gehen entdeckt. Also fährt er auch in diesem Jahr an einem kalten Aprilsonnabend nach Naumburg zur Traditionsveranstaltung der deutschen Geher und berichtet zuverlässig wie eh und je in Wort und Bild.

Unverwüstlicher Alterspräsident der Thüringer Sportjournalisten

Drei olympische Spiele hat er erlebt – als Zuschauer. 1992 bei seinen ersten hat er sich ins Auto von Fotograf Sascha Fromm gesetzt und ist einfach mitgefahren nach Albertville, so wie er es Jahrzehnte zuvor schon bei dessen Vater Manfred tat, als dieser zum Skispringen nach Harrachov aufbrach.

Was Horst Szuba anpackt, macht er mit Gründlichkeit. Und immer mit langem Atem. Den hat er einst in noch einer anderen Disziplin unter Beweis gestellt: Beim Rennsteiglauf war er fünfmal dabei – auf der Marathonstrecke! Den Mann haut so schnell nichts um. Ein unverwüstlicher Alterspräsident der Thüringer Sportjournalisten. Auch jetzt, mit 85. Der Thüringer Sportjournalistenclub verneigt sich und gratuliert herzlich!

13.06.2019






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