Verein Hamburger Sportjournalisten (VHS)
Uwe Mackensen: geboren am 15. August 1955 und gestorben am 23. August 2019 (Foto: Guenther/BILD)

Nachruf auf Uwe Mackensen – Stets kompetent, immer fair

Der Hamburger Fußball hat in Uwe Mackensen ein Urgestein verloren. Die BILD-Sportredaktion einen warmherzigen, menschlichen Kollegen. Die Freunde einen immer kollegialen Menschen. Er wurde 64 Jahre alt.

Von Klaus-Peter Witt

Uwe Mackensen starb nach schwerer Krankheit am 23. August in einem Hamburger Krankenhaus. Er hinterlässt Ehefrau Kirsten und die Söhne Leon und Robin.
 
Macke, wie ihn alle riefen, war Profi des HSV und der Aufstiegskapitän des FC St. Pauli. Er führte den Klub nach dem Bundesliga-Abstieg und turbulenten Jahren 1984 in die 2. Liga, in den bezahlten Fußball zurück. Noch eine Saison Profi, danach ein zweijähriges Volontariat bei BILD. Und wieder Fußball. Macke kam als Reporter zurück, berichtete über St. Pauli und den HSV, bei dem sein Berufsleben begonnen hatte.
 
Sport, Sport, nichts als Sport. Der Steppke aus Osterode im Harz, geboren am 12. August 1955, spielte Fußball für TuSpo Petershütte und als Jugendlicher für Deutschland, Später auch international in der Bundeswehr-Auswahl. Er hielt lange die regionale Bestmarke im Weitsprung. Sport in jeder Form saugte Uwe Mackensen auf wie die Luft zum Atmen.
 
1974 holte der HSV das große Talent nach Hamburg. Hier machte Macke Abitur, gehörte drei Jahre zum Profikader des Traditionsklubs, der in dieser Zeit den DFB-Pokal und den Europapokal der Pokalsieger gewann. Über Kaiserslautern kam er zurück zum FC St. Pauli.
 
Macke, Mitglied im Verein Hamburger Sportjournalisten (VHS), arbeitete über 30 Jahre für BILD. Als Reporter, später als Dispatcher, der beim Blattmachen das Tagesgeschäft organisierte. Stets kompetent, immer fair, immer alert, immer interessiert. Für die Kollegen ebenso wie für „sein Blatt“.

Tschüs, Macke, es war schön mit dir!
 
Mit ihm konnte man arbeiten, feiern, diskutieren, lachen. Seine Schlagfertigkeit und die markanten Sprüche sind unvergessen. Aber auch am Schreibtisch war Macke ein Kapitän: Wer aus der Reihe tanzte, bekam schon mal einige klare Worte gesagt.
 
2014 ging Macke in den Ruhestand, das Golfspiel war seine große Leidenschaft. Die letzte Partie konnte er nicht mehr gewinnen. Es bleiben aber die guten Erinnerungen an die Jahre mit ihm. Tschüs, Macke, es war schön mit dir!

Wir danken den BILD-Kollegen für die Überlassung des Fotos.

12.09.2019






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