Thüringer Sportjournalistenclub (TSJC)
Uwe Jentzsch im Einsatz (Foto: Sascha Fromm)

Uwe Jentzsch zum 75. Geburtstag – Chronist des kleinen Sports

Er war einer der Gründungsväter des Thüringer Sportjournalistenclubs. Dem TSJC stand er lange als Präsident vor. Am 6. Oktober wird der Wintersport-Crack Uwe Jentzsch 75 Jahre alt.

Von Axel Eger

„Liebe Freunde, hier noch eine kurze Skisprung-Meldung vom Wochenende.“ So oder so ähnlich beginnen seine Mails, die uns meist an den Sonntagen in der Redaktion erreichen. Sie sind eine unerschöpfliche Quelle für jene Art von Nachrichten, ohne die eine regionale Sportseite viel von ihrer Seele verlöre. Und so ist Uwe Jentzsch bis heute ein zuverlässiger Chronist des kleinen Sports, vor allem des Wintersports, geblieben.
 
Dabei war er als Zeitungsjournalist und später als dpa-Redakteur vor allem in den großen Arenen unterwegs – bei Olympischen Spielen, bei Welt- und Europameisterschaften, als anerkannter Biathlon-Fachmann, als Rennrodel-Experte und als Spezialist des Sportschießens (Jentzsch-Foto: privat).
 
Im Thüringer Landesbüro der dpa beobachtete und beschrieb er fast zwei Jahrzehnte lang das sportliche Geschehen zwischen Harz und Rennsteig, begleitete die Eisenacher Handballer auf ihrem Weg in die Bundesliga, kommentierte als profunder Kenner die Thüringer Sportpolitik, war „Eisbrecher“ und unnachgiebiger Fragesteller zugleich. Im Forum Nordicum, der legendären Interessengemeinschaft der nordischen Skijournalisten, engagiert er sich bis heute.
 
Ebenso lange stand er dem Thüringer Sportjournalistenclub als Präsident und einer seiner Gründungsväter vor – und hat dabei stets ausdrücklich Wert auf die Begrifflichkeit des Clubs gelegt. Als gut vernetzter Organisator zog er die Fäden bei der Thüringer Gastgeberschaft für das VDS-Wintersportfest 1995 und die VDS-Verbandsratssitzung 2012 in Oberhof. Er gehörte auch dem VDS-Präsidium an.

Schlank und vital wie lange nicht

Jüngst, beim Abschied von LSB-Hauptgeschäftsführer Rolf Beilschmidt, hat er sich in Bad Blankenburg wieder einmal unter die Thüringer Sportfamilie gemischt. Schlank und vital wie lange nicht. Dabei musste er in den vergangenen Jahren gesundheitliche Probleme überwinden und Schicksalsschläge verkraften.

Nach dem schmerzlichen Tod seiner Frau Ursula, mit der er 44 Jahre verheiratet war, fand Uwe ein neues privates Glück. Er lebt jetzt im Badischen, heiratete 2017 seine Rosita, die selbst Tochter und Mann nach schweren Krankheiten verloren hatte.

„Wir sind gemeinsam glücklich, und ich fühle mich pudelwohl“

Rosita und Uwe kannten sich schon in ihrer Jugend, hatten sich dann fast 50 Jahre nicht gesehen und nun zufällig wieder getroffen. Eine Geschichte, die viel größer ist als all die kleinen Geschichten aus der Welt des von ihm geliebten Sports.

„Wir sind gemeinsam glücklich, und ich fühle mich pudelwohl, auch ohne Thüringer Wurst“, schreibt er in seiner Einladung zu seinem 75. Geburtstag am 6. Oktober. Seinen heimlichen Wunsch hat er nicht notiert, doch die Thüringer Kollegen werden ihn ihm erfüllen. Wir bringen ein Wurstpaket mit, Uwe, versprochen!

06.10.2019






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