VNS-Veranstaltung „Sport trifft Politik“
Moderatorin Bettina Tietjen (Mitte), HSV-Trainer Dieter Hecking (links) und Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (Foto: Wolfgang Weihs)

Wieder ein Volltreffer

Es war das neunte Mal, dass der Verein Niedersächsische Sportpresse und die Versicherungsgruppe Hannover die Talkrunde „Sport trifft Politik“ veranstalteten. HSV-Cheftrainer Dieter Hecking und Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil waren die Protagonisten.

Von Hans-Joachim Zwingmann

„Wieder ein Volltreffer“, freute sich Hermann Kasten, Vorstandsvorsitzender der Versicherungsgruppe Hannover, nach einer 90 Minuten langen Talkrunde. Die Veranstaltung war erneut glänzend von Bettina Tietjen vom NDR-Fernsehen moderiert worden.

HSV-Chefcoach Dieter Hecking überzeugte auf der Politikbühne durch seine ehrlichen und klaren Aussagen. „Jeder im Team müsse das Gefühl haben, für ein großes Ziel zu arbeiten“, sagte der 55 Jahre alte Fußballlehrer und fand volle Zustimmung bei Ministerpräsident Stephan Weil (Foto VNS-Vorsitzender Hans-Joachim Zwingmann: Wolfgang Weihs).

Hecking, der vor zehn Jahren bei Hannover 96 im Amt war, lieferte sich mit Weil ein spannendes und interessantes Rededuell. „Die Demokratie in Deutschland braucht zwei starke Volksparteien. Es ist wichtig, dass wir die Angriffe der AfD abwehren“, sagte Hecking und fand im VGH-Auditorium unter den fast 400 Teilnehmern große Unterstützung.

Weil, der seit über 50 Jahren die Spiele von Hannover 96 verfolgt, drückte seinen Respekt vor Hecking aus. „Er ist das Musterbeispiel seriöser Trainerarbeit“, lobte der Regierungschef, der hofft, dass nicht nur der HSV aus Hamburg, sondern auch der aus Hannover schnell wieder den Sprung in die erste Liga schafft.

„Das Mittelmaß wird zu hoch bezahlt“

Viel Beifall bekam Hecking für die Bemerkung: „Fußballer verdienen zu viel.“ Er fügte hinzu: „Die Gehälter und Ablösesummen sind zu hoch. Mit ein bisschen weniger könnten wir sehr gut leben.“ Der HSV-Trainer hat allerdings Verständnis für die Supergagen der Stars. „Was ein Lewandowski verdient, ist absolut berechtigt. Nur das Mittelmaß wird zu hoch bezahlt.“
 
Für den Verein Niedersächsische Sportpresse zählte die Veranstaltung „Sport trifft Politik“ wieder zu einem Höhepunkt des Jahres. Sponsor VGH zeigte sich ebenfalls hochzufrieden und kündigte für die zehnte Auflage einen Stargast an. Grund zur Freude hatte auch Chefredakteur Bodo Krüger von der Neuen Presse: Er nahm für die Stiftung „Sportförderung“ einen VGH-Scheck in Höhe von 1000 Euro entgegen.

13.10.2019






« zurück