Neue VFS-Vorsitzende Martina Knief
VFS-Vorsitzende Martina Knief (Foto: Hartenfelser)

„Herausforderung wie Ansporn“

Sie ist die erste weibliche Vorsitzende des Vereins Frankfurter Sportpresse. Und Martina Knief hat viel vor. Dabei kann die Nachfolgerin Walter Mirwalds auch auf die Unterstützung durch bewährte Kräfte bauen.

Von Ulrike Weinrich

Nach 28 Jahren hat Walter Mirwald den Staffelstab an Martina Knief weitergegeben. Die Journalistin und Fußball-Reporterin des Hessischen Rundfunk, bisher Beisitzerin im Vorstand des Vereins Frankfurter Sportpresse, wurde bei der wegen der Corona-Pandemie mehrmals verschobenen Jahreshauptversammlung in den Räumen des Landessportbundes Hessen einstimmig gewählt. Sie ist damit die erste weibliche Vorsitzende im VFS (Foto VFS-Vorstand: Hartenfelser; für BU siehe am Ende des Artikels).

„Die Fußstapfen, die Walter hinterlassen hat, sind nicht nur groß, sondern sehr groß“, betonte Martina Knief und sagte voller Vorfreude auf ihre neue Aufgabe: „Es ist gleichermaßen Herausforderung wie Ansporn, als erste Frau an der Spitze des VFS zu stehen.“

Die 56-Jährige möchte neue Impulse setzen und vor allen Dingen mehr junge Mitglieder gewinnen. In der Analyse der aktuellen Mitgliederzahl und deren Altersstruktur ist ein deutliches Defizit an Nachwuchsmitgliedern unter 30 Jahren zu erkennen.

Ebenso wie Martina Knief wurden auf der JHV einstimmig gewählt beziehungsweise im Amt bestätigt: Ralf Weitbrecht als 2. Vorsitzender, Jochen Günther, der jetzt gewählter Geschäftsführer ist, Rudi Schmalz-Goebels als Schatzmeister, sowie als Beisitzer*innen Arnd Festerling, Michael Wiener und Benjamin Heinrich sowie die Autorin dieses Artikels. Als Berater des Vorstandes bleiben Yvonne Wagner, Jörg Hahn und Albert Mehl an Bord.

Abschied hin oder her – bei Walter Mirwald Herzblut bis zum Schluss

Walter Mirwald war sich auch auf den allerletzten Metern einer fast drei Jahrzehnten langen Wegstrecke treu geblieben: Der 72 Jahre alte „Macher“ leitete in unnachahmlicher Manier, also stets satzungskonform und trotzdem nicht staubtrocken bürokratisch, seine finale VFS-Jahreshauptversammlung.

Ein „typischer Walter“, könnte man sagen, weil die für ihn so charakteristischen Emotionen nicht fehlten bei seinen Ausführungen zu den Jahresberichten oder der allgemein für den Berufsstand schwierigen Lage. Abschied hin oder her – Herzblut bis zum Schluss.  

Apropos Leidenschaft und Verve. Auch an diesem denkwürdigen Tag war noch einmal deutlich spürbar, welches Leitmotiv die 28-jährige Ära Walter Mirwald im VFS geprägt hat. Dabei hatte eines der zahlreichen an diesem Abend geschossenen Fotos besonderen Symbolcharakter: Der frühere DSB-Pressesprecher und langjährige Printredakteur hält stolz und sichtlich gerührt die Extraausgabe der Buschtrommel in den Händen, die ihm seine Vorstandskollegen und -kolleginnen zum Abschied geschenkt hatten (Mirwald-Foto: Hartenfelser).

Eine Melange aus Erinnerungen, Anekdoten, verbalen Verneigungen, geschrieben von Mirwaldschen Wegbegleitern und Wegbegleiterinnen wie der ehemaligen Frankfurter Oberbürgermeisterin Petra Roth oder dem einstigen FAZ-Sportressortchef Steffen Haffner.       

Walter Mirwald selbst gehörte seit 1995 zum Redaktionsteam der Buschtrommel und war, stets begleitet von Ralf Weitbrecht und zeitweise von Jörg Hahn, der Blatt-Macher des VFS-Mitteilungsorgans. Die Mitglieder ernannten ihn zum Ehrenvorsitzenden.

Das obere Foto zeigt den VFS-Vorstand (von links nach rechts): Vorstandsberaterin Yvonne Wagner, Vorstandsberater Jörg Hahn, Beisitzer Arnd Festerling, Beisitzerin Ulrike Weinrich, Vorsitzende Martina Knief, Beisitzer Benjamin Heinrich, Schatzmeister Rudi Schmalz-Goebels, Geschäftsführer Jochen Günther und Vorstandsberater Albert Mehl; es fehlen 2. Vorsitzender Ralf Weitbrecht und Beisitzer Michael Wiener (Foto: Hartenfelser)

23.11.2021






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