sportjournalist-Fragebogen „Ich über mich“
Männlicher Bauch (Foto: Helge Prang/GES-Sportfoto/Augenklick)

Kommentator Robert „Robby“ Hunke – „Ich glaube fest an das Bauchgefühl“

Fußball fesselt ihn, doch auch einem guten Essen ist Robert „Robby“ Hunke zugetan. Was den TV-Mann darüberhinaus begeistert, und das ist einiges, erzählt er sportjournalist.de.

Robert „Robby“ Hunke kommentierte schon während seines Studiums Live-Fußball für seinen eigenen Sender fangeist.de, Radio NRW und 90elf. Seit zehn Jahren tut er dies beim WDR-Fernsehen, auch bei Bundesliga-Spielen in der ARD-Sportschau. Mittlerweile gehört das 36 Jahre alte Mitglied des Verbandes Westdeutscher Sportjournalisten zudem zum Kommentatorenstamm von DAZN und dem Schweizer Pay-TV-Sender Teleclub.
 
sportjournalist: Herr Hunke, was war Ihr Berufswunsch als Kind?
 
Robert Hunke: Sportreporter. Fotos meiner Eltern zeigen mich als Fünfjährigen, der die EM 1988 auf dem Kassettenrekorder kommentiert.
 
sj: Ihre Lieblingsfächer in der Schule?
 
Hunke: Geschichte, Sport und Deutsch.
 
sj: Ihre erste journalistische Aufgabe?
 
Hunke: Ein Spielbericht natürlich. Borussia Dortmund gegen Real Madrid für die Schülerzeitung an meinem Kölner Gymnasium (Hunke-Foto: Natalie Amiri).
 
sj: Welchen Beruf haben Vater und Mutter ausgeübt?
 
Hunke: Diplom-Maschinenbau-Ingenieur und Modedesignerin.
 
sj: Gibt es für Sie in der Sportberichterstattung ein Leitmedium?
 
Hunke: Mittlerweile das Internet.
 
sj: Wo beziehungsweise von wem haben Sie für den Beruf am meisten gelernt?
 
Hunke: Von Steffen Simon beim WDR. Er hat mir früh den Tipp gegeben, mich nicht auf meine „gute Stimme“ zu verlassen, sondern den Fußball tief und taktisch zu analysieren. Außerdem hat er mich nach zwei Wochen gleich mein erstes Sportschau-Spiel kommentieren lassen.
 
sj: Worüber berichten Sie besonders gern?
 
Hunke: Neben Fußball vom Eishockey und Beachvolleyball.
 
sj: Ihre größte sportliche Leistung?
 
Hunke: Ich habe den berüchtigten Sporteignungstest an der Deutschen Sporthochschule Köln bestanden. Reicht das?
 
sj: Welche Begabung hätten Sie gern?
 
Hunke: Schreiben auf hohem Niveau.
 
sj: Ihre persönliche Stärke/Schwäche?
 
Hunke: Ich bin recht hartnäckig, kann aber beim Arbeiten nicht mal fünf gerade sein lassen. Ich muss alles zu jedem Spieler wissen. Das hat fast verrückte Züge.
 
sj: Haben Sie ein Hobby?
 
Hunke: Sport treiben. Und ich bin einer der Menschen, die für ihr Leben gerne lineares Fernsehen schauen.
 
sj: Was wäre für Sie ein Traumjob?
 
Hunke: Der, den ich zum Glück ausführe.
 
sj: Was (oder wer) motiviert Sie?
 
Hunke: Meine Freundin, die als politische Journalistin und Auslandskorrespondentin in schwierigen Ländern Dinge leistet, die weit über das hinausgehen, was wir Sportjournalisten so tun.
 
sj: Haben Sie ein Lieblingslaster?
 
Hunke: Ich esse für mein Leben gerne.
 
sj: Auf was wollten Sie nie verzichten?
 
Hunke: Auf Kaffee am Morgen (Foto: firo sportphoto/Augenklick).
 
sj: Haben Sie einmal eine Entscheidung bereut?
 
Hunke: Ich glaube fest an das Bauchgefühl. Nicht immer angenehm, aber meist richtig.
 
sj: Wem sind Sie ewig dankbar?
 
Hunke: Steffen Simon und Günther Koch. Günther Koch hat mich einmal im Radio gehört und genau wie Steffen Simon sofort an mich geglaubt.
 
sj: Was ist für Sie ein perfekter Tag?
 
Hunke: Ausschlafen, ’ne Runde laufen, gut essen und mit meiner Tochter und Freundin zusammen sein.
 
sj: Woran glauben Sie?
 
Hunke: Dass Köln die schönste Stadt der Welt ist.
 
sj: Welchen Traum möchten Sie sich noch erfüllen?
 
Hunke: Ich würde gerne mal wieder eine Zeit lang im Ausland leben.
 
sj: Welche Überschrift würden Sie Ihrem Leben geben?
 
Hunke: Um den Titan zu zitieren: „Immer weiter!“.

Dieser Artikel stammt aus dem sportjournalist. Hier geht es zur Bestellung des Jahresabonnements beim Meyer & Meyer Verlag. Mitglieder des Verbandes Deutscher Sportjournalisten erhalten den alle zwei Monate erscheinenden sportjournalist automatisch per Post und können sich das Heft zudem im Mitgliederbereich kostenlos als PDF herunterladen. Dies gilt auch für ältere Ausgaben.

22.03.2020






« zurück
Magazin sportjournalist
Die aktuelle Ausgabe:
April/Mai 2020

Titelthema

Ausgezeichnet! Die Gewinnerinnen und Gewinner der VDS-Berufswettbewerbe

Medien
Spiel mit der Macht – Pressefreiheit ist in vielen Ländern auch für Sportjournalistinnen und Sportjournalisten ein Fremdwort
Von Ronny Blaschke

Kolumnen
Erich Laaser, Andreas Hardt und Gregor Derichs über Sportjournalismus in Krisenzeiten

Weitere Informationen
Regionalvereine