sportjournalist-Fragebogen „Ich über mich“
Spiegel-Reporter Peter Ahrens (Foto: privat)

Spiegel-Reporter Peter Ahrens – „Glaube ans Gute“

Es gibt kaum jemanden, der so schnell so gute Texte schreiben kann wie Peter Ahrens. Schwächen hat der Spiegel-Reporter, der Mitglied im Verein Hamburger Sportjournalisten ist, aber auch. Welche das sind und was ihn antreibt, verrät er im sj-Fragebogen „Ich über mich“ auf der VDS-Website.

Peter Ahrens, geboren 1966 in Paderborn, Studium der Geschichte, Sprach- und Sportwissenschaft, nach dem Volontariat bei der Ostfriesen-Zeitung drei Jahre Redakteur für Landespolitik. 1999 zur taz nach Hamburg, dort CvD und Politikredakteur, ab 2004 frei in Berlin, ab 2009 Sportredakteur bei Spiegel Online und Spiegel, zuständig für Fußball, Nachrufe und alles andere. Ahrens ist Mitglied im Verein Hamburger Sportjournalisten.

sportjournalist: Was war Ihr Berufswunsch als Kind?

Peter Ahrens: Sportreporter. Später, nach dem ersten Praktikum in einer Sportredaktion, dann: alles, nur nicht Sportreporter.

sj: Ihre Lieblingsfächer in der Schule?

Ahrens: Geschichte und Deutsch.

sj: Ihre erste journalistische Aufgabe?

Ahrens: Bericht über ein Konzert des Liedermachers Werner Lämmerhirt in der Kulturwerkstatt Paderborn, irgendwann 1987 (Foto Abbildung des Lämmerhirt-Albums „SaitenZauber“: Stockfisch Records).

sj: Welchen Beruf üben Vater und Mutter aus?

Ahrens: Inspektor im Justizvollzug/Verkäuferin.

sj: Gibt es für Sie in der Sportberichterstattung ein Leitmedium?

Ahrens: Süddeutsche Zeitung, 11Freunde, „Sport inside“. In der Tagesarbeit: dpa und SID.

sj: Wo beziehungsweise von wem haben Sie für den Beruf am meisten gelernt?

Ahrens: Bei der taz.

sj: Worüber berichten Sie besonders gern?

Ahrens: Über Menschen. Lebende und tote.

sj: Ihre größte sportliche Leistung?

Ahrens: Schwimmen lernen. Frei- und Fahrtenschwimmer innerhalb von vier Wochen.

sj: Welche Begabung hätten Sie gern?

Ahrens: Italienisch und spanisch zu sprechen (Foto „Tatort“-Darsteller Axel Prahl, links, und Jan Josef Liefers: firo sportphoto/augenklick).

sj: Ihre persönliche Stärke/Schwäche?

Ahrens: Schnell schreiben. Gilt für beides. Schwäche ansonsten: mein schauderhaftes Englisch.

sj: Haben Sie ein Hobby?

Ahrens: „Tatort“ gucken. Lesen. Und wenn es wieder geht: ins Kino, Restaurant, Theater, Ausland.

sj: Was wäre für Sie ein Traumjob?

Ahrens: Den gibt es nicht.

sj: Was (oder wer) motiviert Sie?

Ahrens: Die Freude am Schreiben, die Freude an der Sprache.

sj: Haben Sie ein Lieblingslaster?

Ahrens: Twittern.

sj: Auf was wollten Sie nie verzichten?

Ahrens: Meine Familie, Berlin, mein iPad, meine Badewanne (Amsterdam-Foto: Fotoagentur Kunz/augenklick).

sj: Haben Sie einmal eine Entscheidung bereut?

Ahrens: Die wichtigsten Entscheidungen waren richtig. Viele unwichtige falsch.

sj: Wem sind Sie ewig dankbar?

Ahrens: Fünf Menschen.

sj: Was ist für Sie ein perfekter Tag?

Ahrens: Einer in Italien. Oder in Amsterdam. Oder in Wien.

sj: Woran glauben Sie?

Ahrens: Ans Gute.

sj: Welchen Traum möchten Sie sich noch erfüllen?

Ahrens: Noch 40 Jahre gesund und fit zu sein.

sj: Welche Überschrift würden Sie Ihrem Leben geben?

Ahrens: Mein Text dazu.

18.02.2022






« zurück