sportjournalist-Fragebogen „Ich über mich“
Anett Sattler (Foto: MagentaTV)

MagentaSport-Moderatorin Anett Sattler – „Jede Entscheidung hatte ihre Berechtigung“

Menschen und deren Emotionen haben es ihr beruflich angetan. Auch sonst setzt sie auf positive Energie. Was sie darüber hinaus umtreibt, erklärt die MagentaSport-Moderatorin Anett Sattler, Mitglied des Vereins Sportjournalisten Sachsen-Anhalt, im sj-Fragebogen „Ich über mich“.

Anett Sattler, Jahrgang 1983, arbeitete seit 2003 in verschiedenen Funktionen für das DSF/Sport1 und LIGAtotal! 2017 wurde sie mit dem Deutschen Sportjournalistenpreis als „Beste Sportmoderatorin“ und für die „Beste Sportsendung“ (Handball-Bundesliga) ausgezeichnet. In diesem Jahr wechselte Sattler auch zu MagentaSport. Sie ist Mitglied des Vereins Sportjournalisten Sachsen-Anhalt. Hier geht es zu ihrer Website.

sportjournalist: Was war Ihr Berufswunsch als Kind?

Anett Sattler: In der 9. Klasse habe ich mein Schulpraktikum beim Tierarzt absolviert. Mit großer Freude – aber auch der Erkenntnis, dass Naturwissenschaften nicht unbedingt zu meinen Stärken gehören.

sj: Ihre Lieblingsfächer in der Schule?

Sattler: Deutsch und Englisch.

sj: Ihre erste journalistische Aufgabe?

Sattler: Das „Weltrekordspiel“ im Oktober 2004 zwischen dem neu gegründeten 1. FC Lok Leipzig gegen Eintracht Großdeuben II in der 11. Liga vor 12.421 Zuschauern im Zentralstadion.

sj: Welchen Beruf üben Vater und Mutter aus?

Sattler: Schulleiter/Lehrerin (Foto: GES-Sportfoto/Marvin Ibo Güngör/augenklick).

sj: Gibt es für Sie in der Sportberichterstattung ein Leitmedium?

Sattler: Aufgewachsen bin ich mit „ran“, beruflich geprägt hat mich die Bundesligakonferenz von Sky.

sj: Wo beziehungsweise von wem haben Sie für den Beruf am meisten gelernt?

Sattler: Mein journalistischer Ziehvater war Eik Galley als Leiter der Berliner Außenredaktion des DSF. Eik hat mich fachlich und menschlich geprägt wie kein anderer.

sj: Worüber berichten Sie besonders gern?

Sattler: Menschen und ihre Emotionen. Deshalb bin ich sehr dankbar, dass sich mein beruflicher Alltag vor allem im Drittligafußball, Basketball und Eishockey abspielt. Da gibt es sie noch, die sogenannten Typen.

sj: Ihre größte sportliche Leistung?

Sattler: In der C-Jugend bin ich mit meiner Handballmannschaft in die Oberliga aufgestiegen.

sj: Welche Begabung hätten Sie gern?

Sattler: Manchmal würde ich gerne in die Köpfe anderer Menschen kriechen können, um zu verstehen, warum jemand handelt wie er eben handelt.

sj: Ihre persönliche Stärke/Schwäche?

Sattler: Mein Verständnis von Teamwork ansehen und die Fähigkeit, andere zu stärken / Mein Sprechtempo; wenn die Emotionen mit mir durchgehen, kann ich mir manchmal selbst kaum folgen

sj: Haben Sie ein Hobby?

Sattler: Seit ich Mutter geworden bin, verbringe ich den Großteil meiner privaten Zeit mit der Familie. Sollte ich irgendwann wieder Zeit für Hobbys finden, wären es wohl vor allem meine Bücher und die Yogamatte (Foto: sampics Photographie/augenklick).

sj: Was wäre für Sie ein Traumjob?

Sattler: Ich darf meinen Traumjob seit 18 Jahren leben.

sj: Was (oder wer) motiviert Sie?

Sattler: In erster Linie mein eigener Anspruch.

sj: Haben Sie ein Lieblingslaster?

Sattler: Ein lieber Kollege sagte vor vielen Jahren einmal zu mir: Nur Nullen haben keine Ecken und Kanten. Seitdem feiere ich jedes Laster als Teil meiner Persönlichkeit.

sj: Auf was wollten Sie nie verzichten?

Sattler: Persönliche Freiheit war mir immer wichtig. Mein Leben selbst in der Hand zu haben, von nichts und niemandem abhängig zu sein.

sj: Haben Sie einmal eine Entscheidung bereut?

Sattler: Nein, nie! Jede Entscheidung hatte ihre Berechtigung.

sj: Wem sind Sie ewig dankbar?

Sattler: Neben Eik Galley haben mir vor allem Carsten Ruppel und Alexander Wölffing in den Anfangsjahren unglaublich viel Vertrauen geschenkt. Meinen Weg mit MagentaSport habe ich Albrecht „Ali“ Schmitt-Fleckenstein zu verdanken. Einem der großartigsten Menschen, denen ich je begegnet bin.

sj: Was ist für Sie ein perfekter Tag?

Sattler: Im Zimmer meines Sohnes hängt ein Bild, auf dem steht: „Am Ende eines jeden Tages sollen deine Füße dreckig, deine Haare zerzaust und deine Augen strahlend sein.“

sj: Woran glauben Sie?

Sattler: Ich glaube daran, dass jedes noch so schlechte Erlebnis auch etwas Gutes mit sich bringt. Dass alles seinen Sinn hat. Ich glaube an Gerechtigkeit und positive Energie.

sj: Welchen Traum möchten Sie sich noch erfüllen?

Sattler: Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die großen Dinge im Leben dann kommen, wenn ich eben nicht davon träume, sondern mich stattdessen auf das Hier und Jetzt konzentriere.

sj: Welche Überschrift würden Sie Ihrem Leben geben?

Sattler: Life is a rollercoaster!

02.05.2022






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