sportjournalist-Fragebogen „Ich über mich“
ARD-Moderatorin Julia Scharf: „Viele Sachen ausprobieren und großartige Kollegen“ (Foto: GES-Sportfoto/Augenklick)

Sportschau-Moderatorin Julia Scharf – „Weiter, immer weiter“

Sie ist eines der bekanntesten Gesichter im deutschen Fernsehen. Inzwischen gehört Julia Scharf zum Team der Sportschau-Moderatoren. Ihr berufliches Herz hängt an Fußball und Ski alpin.

Julia Scharf, 35, hat in München Sportwissenschaften mit dem Schwerpunkt Medien und Kommunikation studiert. Nach Praktika unter anderem bei der Ebersberger Zeitung, beim Bayerischen Rundfunk (BR) und beim Sportradio WFAN in New York absolvierte sie beim Münchner Zeitungsverlag ein Volontariat für Video-Journalisten. Nach Stationen bei Sport1 und Liga total wechselte Scharf zum Südwestrundfunk (SWR) nach Stuttgart. Seit 2011 berichtet die Münchnerin für den SWR und die ARD. Im Winter ist sie beim Ski alpin im Einsatz, seit Sommer 2014 moderiert sie die Sportschau am Sonntag.

sportjournalist: Frau Scharf, was war Ihr Berufswunsch als Kind?

Julia Scharf: Tierarzt und Profisportler.

sj: Ihre Lieblingsfächer in der Schule?

Scharf: Sport und Englisch.

sj: Ihre erste journalistische Aufgabe?

Scharf: Über die schlechteste Frauen-Fußballmannschaft im Landkreis Ebersberg zu berichten, die immer zweistellig verloren hat. Da hatten sich einfach ein paar Spielerfrauen zusammengetan, die nicht immer nur danebenstehen wollten.

sj: Welchen Beruf haben Vater und Mutter ausgeübt?

Scharf: Diplom-Kaufmann und Anästhesie-Schwester.

sj: Gibt es für Sie in der Sportberichterstattung ein Leitmedium?

Scharf: kicker, Sport Bild, Süddeutsche Zeitung, Münchner Merkur, sportschau.de und im Wintersport das österreichische Sportmagazin.

sj: Wo beziehungsweise von wem haben Sie für den Beruf am meisten gelernt?

Scharf: Bei Sport1 durfte ich mich in vielen Sachen ausprobieren und habe das Vertrauen bekommen, viele Live-Übertragungen zu moderieren. Bei der ARD darf ich mit vielen großartigen Kollegen zusammenarbeiten, die schon viel Erfahrung haben.

sj: Worüber berichten Sie besonders gern?

Scharf: Fußball und Ski alpin.

sj: Ihre größte sportliche Leistung?

Scharf: Als Trainer mit dem Voltigierverein Ingelsberg Weltmeister geworden zu sein, als Sportler deutscher Vizemeister (Voltigier-Foto: sampics/Augenklick).

sj: Welche Begabung hätten Sie gerne?

Scharf: Klavier und Gitarre spielen und so Slalom zu fahren wie Felix Neureuther.

sj: Ihre persönliche Stärke/Schwäche?

Scharf: Teamfähigkeit beziehungsweise andere zu motivieren / zu viel auf einmal zu wollen.

sj: Haben Sie ein Hobby?

Scharf: Golf spielen. Im Winter Skifahren, Snowboarden und Langlaufen.

sj: Was wäre für Sie ein Traumjob?

Scharf: Ich habe einen Traumjob – aber Bundestrainer, Sportdirektor oder Mentalcoach wäre auch toll.

sj: Was oder wer motiviert Sie?

Scharf: Viele Sportler, die nach Rückschlägen und Verletzungen nicht aufgeben und sich in die Weltspitze zurückkämpfen.

sj: Haben Sie ein Lieblingslaster?

Scharf: Österreichische Süßspeisen.

sj: Auf was wollten Sie nie verzichten?

Scharf: Auf Schnee und Familie.

sj: Haben Sie einmal eine Entscheidung bereut?

Scharf: Nicht Beachvolleyball- oder Golfprofi geworden zu sein ;-) (Beachvolleyball-Foto: GES-Sportfoto/Augenklick)

sj: Wem sind Sie ewig dankbar?

Scharf: Meiner Mutter, dass sie mich mit fünf Jahren auf Ski gestellt hat.

sj: Was ist für Sie ein perfekter Tag?

Scharf: Frühstücken und Zeitung lesen, so lange ich will. Dann auf den Berg bei Neuschnee mit Freunden und Familie zum Skifahren, in der Hütte sitzen und am Abend noch schwimmen und in die Sauna.

sj: Woran glauben Sie?

Scharf: Dass es das Glück der Tüchtigen gibt.

sj: Welchen Traum möchten Sie sich noch erfüllen?

Scharf: Eine Weltreise – und noch zu einigen Olympischen Spielen und Fußball-Weltmeisterschaften zu fahren.

sj: Welche Überschrift würden Sie Ihrem Leben geben?

Scharf: Weiter, immer weiter.

01.02.2016






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