EM-Kolumne „C‘est la vie“
EM-Arena Stade Pierre-Mauroy in Lille: Benannt nach dem langjährigen Bürgermeister der Stadt (Foto: firo/Augenklick)

Blau-weiß-rotes Wunder

Die Fußball-EM 2016 in Frankreich wirft ihre Schatten voraus. Ein Landeskenner weiß, worauf man achten muss, um gut zurecht zu kommen.

Von Rainer Kalb

Am 10. Juni beginnt die erste Fußball-Europameisterschaft mit 24 Teilnehmern. Journalisten haben einen großen Vorteil. Weder im Osten (Metz, Nancy und Straßburg) noch im Westen (Nantes, Rennes und Le Mans) finden Spiele statt. Die EM wird in einer Nord-Süd-Achse ausgetragen.

Daher ist und bleibt der beste Standort Paris. Im Stade de France und im Prinzenpark finden zwölf der insgesamt 51 Spiele statt. Im 200 Kilometer entfernten Lens vier, im benachbarten Lille sechs.

Der französische ICE (TGV/Train Grand Vitesse) legt die Strecke in 65 Minuten zurück und kostet – in diesem Jahr – für die einfache Strecke unter 30 Euro. Da lohnt sich angesichts der Zeit (Tempolimit von 130 Kilometern pro Stunde auf Autobahnen), der Benzinkosten, der Mautgebühren und der Parkkosten in Paris für Einzelkämpfer kein Mietwagen – es sei denn, man tut sich zusammen.

Um zu Pressekonferenzen in den meist abgelegenen Mannschaftshotels zu gelangen, ist Mietwagen/Taxi vor Ort unentbehrlich. Aber Achtung: Taxis in Frankreich schalten die Uhr im Moment der Anfahrt ein, es gibt keine Pauschale. So kann es auf dem Land vorkommen, dass 15 Euro auf der Uhr sind, bevor der erste Fuß in den Wagen gesetzt wird.

Die 465 Kilometer von Paris nach Lyon (sechs Spiele, darunter ein Halbfinale) sind im TGV für zwei Stunden und unter 100 Euro zu haben. Im 50 Kilometer entfernten St. Etienne finden vier Spiele statt. Und die französische Bahn ist eine der sechs nationalen Sponsoren der EM – mit entsprechenden Angeboten.

27.01.2016






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