Bayerischer Video-Streit
Szene aus Fußballspiel der Bayernliga (Foto: sampics/Augenklick)

Verlage lassen nicht locker

Bayerische Medienhäuser gehen weiter juristisch gegen den Bayerischen Fußball-Verband vor. Sie wollen vor dem Oberlandesgericht erreichen, dass sie für die Übertragung von Spielen der Bayern- und Landesliga keine Gebühren zahlen müssen.

„Wir gehen in Berufung“, sagte Johannes Weberling, Rechtsanwalt der Verlage. „Ich denke, dass vor dem Oberlandesgericht neue Argumente eine Rolle spielen werden", ergänzte der Chefredakteur der Mittelbayerischen Zeitung, Manfred Sauerer.
 
Das Landgericht München I hatte am vergangenen Donnerstag im Hautptsacheverfahren eine Klage der MZ und anderer Medienhäuser gegen einzelne Punkte der Video-Akkreditierungsrichtlinien des BFV abgewiesen. Der Verband verlangt Geld für die Übertragung von Spitzenspielen des bayerischen Amateurfußballs.
 
Schon Mitte Juni des vergangenen Jahres hatte das Landgericht München I im Sinne des BFV entschieden und eine von der MZ erwirkte einstweilige Verfügung aufgehoben.

Der Verband Deutscher Sportjournalisten (VDS) hatte auf seiner Hauptversammlung am 21. März dieses Jahres in München eine Resolution verabschiedet, in der der BFV aufgefordert wird, „alle Versuche zu unterlassen, die freie und kostenfreie Berichterstattung einzuschränken oder gar zu unterbinden“.

cleg

23.07.2016






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