Deutscher Sportjournalistenpreis
Preisträger Ludger Schulze (Mitte vorne), Laudator Jupp Heynckes (rechts), Juryvorsitzender Dr. Christoph Fischer (links) und VDS-Präsident Erich Laaser (Foto: METELMANN Photographie)

Ludger Schulze feierlich für Lebenswerk geehrt

Das Hotel Grand Elysée in Hamburg bildete den festlichen Rahmen. Viele prominente Gäste aus Sport, Politik und Medien waren zum Gala-Abend des 7. Deutschen Sportjournalistenpreises gekommen. Im Mittelpunkt stand Ludger Schulze, der für sein Lebenswerk gewürdigt wurde.

17 Jahre lang war Ludger Schulze Ressortleiter Sport der Süddeutschen Zeitung. Der Münchner, der seine Karriere bei der SZ als Volontär begonnen hatte, avancierte zu einem der renommiertesten Journalisten hierzulande.

Am Montag wurde der 66-Jährige, der 2010 bei der SZ aus gesundheitlichen Gründen hatte aufhören müssen, mit dem Deutschen Sportjournalistenpreis für sein Lebenswerk geehrt. Die Laudatio hielt im Hotel Grand Elysée in Hamburg kein Geringerer als Meistertrainer Jupp Heynckes (Foto: METELMANN Photographie).

„Ludger Schulze war couragiert und nie angepasst“, sagte Heynckes, „wenn Vertraulichkeit vereinbart war, dann hielt er Wort.“ Als Autor habe er viele „journalistische Glanzstücke“ verfasst.

Eine Jury unter Vorsitz des ehemaligen VDS-Vizepräsidenten Dr. Christoph Fischer war sich schnell einig geworden, dass Schulze der geeignete Preisträger ist. Der Preis wird vom Verband Deutscher Sportjournalisten verliehen und vom Sender Eurosport präsentiert.

„Dass Jupp Heynckes die Laudatio hält, ist überwältigend“, sagte Schulze, „ich habe vorher zu Freunden gesagt, dass es ein Traum wäre, wenn Jupp es machen würde.“

Deutschlands Spitzensportler bestimmten die journalistischen Topleistungen

Der „Oscar des Sportlerwelt“ wird wie die anderen Preise alle zwei Jahre vergeben. 2015 wurde Dieter „Mister Leichtathletik“ Adler von der Jury ausgewählt und für sein Lebenswerk geehrt.

In den neun weiteren Kategorien, unter anderem „Beste/r Sportmoderator/in“ und „Beste Sportsendung“, bestimmten Deutschlands Spitzensportler die journalistischen Topleistungen des vergangenen Jahres.

Stimmberechtigt waren rund 20.000 Athletinnen und Athleten mit Bundes- und Landeskaderstatus sowie Teamsportler der Bundesligen, unter anderem Basketball und Fußball. Moderiert wurde die Gala zum dritten Mal von Matthias Killing.

Alle Preisträger und Platzierte Deutscher Sportjournalistenpreis 2017

Beste/r Sportmoderator/in
1. Anett Sattler (Sport1) (Foto: Sören Bauer Events)
2. Alexander Bommes (ARD)
3. Matthias Opdenhövel (ARD)

Beste/r Sportkommentator/in
1. Wolff-Christoph Fuss (Sky)
2. Frank Buschmann (ran)
3. Wolf-Dieter Poschmann (ZDF)

Beste/r Newcomer/in des Jahres
1. Marco Hagemann (Eurosport)
2. Laura Papendick (Sky SportNews HD)
3. Markus Kavka (RTL Nitro)

Beste Sportsendung
1. DKB Handball-Bundesliga (Sport1)
2. Olympia live (ZDF)
3. Sportschau (ARD)

Beste/r Sportexpert/in
1. Oliver Kahn (ZDF) (Foto: Sören Bauer Events)
2. Mehmet Scholl (ARD)
3. Martin Schwalb (Sky)

Beste Sportfachzeitschrift
1. 11 Freunde
2. Handball Woche
3. Basket

Bester Sportteil in einer Tageszeitung
1. Bild
2. Süddeutsche Zeitung
3. Hamburger Abendblatt

Bester Sportauftritt in einem Magazin/einer Wochenzeitung
1. Bild am Sonntag
2. Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung
3. Welt am Sonntag

Bester Sportinternetauftritt
1. zdfsport.de
2. spox.com
3. sportschau.de

Sonderpreis als meistzitierter Fußball-Experte
Lothar Matthäus

Preis für Lebenswerk
Ludger Schulze

cleg/sbe

03.04.2017






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