Forum „Werte des Sports“
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (Vierter von rechts) mit Mitgliedern der Hall of Fame sowie Vetretern der Deutschen Sporthilfe (Foto: Deutsche Sporthilfe/picture alliance)

„Das WIR muss im Vordergrund stehen“

Auf dem Forum „Werte des Sports“ wurde eines noch einmal deutlich: Nur gemeinsam kann der Kampf gegen Doping und Manipulation gewonnen werden. Einigkeit herrscht auch bei dem Leitbild für die Aufnahme von Sportlerpersönlichkeiten in die „Hall of Fame“.

Von Dr. Herdin Wipper

Trotz innenpolitisch bewegter Zeiten ließ es sich Frank-Walter Steinmeier nicht nehmen, zu der hochkarätigen Veranstaltung in Berlin zu kommen. Der Anlass: 50 Jahre deutsche Sporthilfe und 10 Jahre „Hall of Fame“. Beide stünden „beispielgebend für die Werte des Sports“, so Steinmeier.
 
Der Bundespräsident (Foto Mitte: Deutsche Sporthilfe/picture alliance) war sich zusammen mit anderen prominenten Rednern wie dem Sportphilosophen Gunter Gebauer einig, dass das Beharren auf eigenen Interessen durch Sportler und vor allem Funktionäre dem Sport schadet: „Das WIR muss im Vordergrund stehen.“

Das unterstreicht auch das Leitbild für Sportlerpersönlichkeiten, das der VDS zusammen mit den beiden anderen Trägern der „Hall of Fame“ (Deutscher Olympischer Sportbund und Deutsche Sporthilfe) zuvor formuliert hatte. Ein ganz zentraler Punkt darin ist eine klare Haltung der Kandidaten zum Fairplay sowie gegen Sportbetrug und Doping.

Korruption und Doping seien die Grundübel des Sports hieß es in der anschließenden Talkrunde mit dem VDS-Vizepräsidenten André Keil. Die Sportpresse habe bei der Aufklärung von Missständen schon viel geleistet, sagte Keil (Foto ganz rechts: Andreas Bluhm).
 
„Gerade wenn man das international betrachtet, ist der deutsche Sportjournalismus hier ganz vorn“, betonte Keil. Trotzdem läuft der Verdacht immer mit. Und das, so Keil, mache leider die Emotionen beim Zuschauer kaputt.

24.11.2017






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