Fair Play Preis des Deutschen Sports
Die österreichische Biathletin Lisa Theresa Hauser (rechts) bei der Übergabe des Fair Play Preises des Deutschen Sports durch Konkurrentin Vanessa Hinz beim Weltcup im März in Oslo (Foto: Köhler)

Feierliche Ehrung im Schloss Biebrich

Mit dem Fair Play Preis 2017 des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) und des Verbandes Deutscher Sportjournalisten (VDS) wurden die österreichische Biathletin Lisa Theresa Hauser und die Rugby-Abteilung des USV Potsdam ausgezeichnet. Die feierliche Gala fand im Schloss Biebrich statt.

Von Albert Mehl

Mit dem Schloss Biebrich in Wiesbaden stand wieder ein würdiger Ort für die Auszeichnung der Sieger zur Verfügung. Die Deutsche Olympische Akademie (DOA) fungierte in Zusammenarbeit mit dem Hessischen Ministerium des Innern und Sport als Gastgeber. Im Rahmen des 6. Biebricher Schlossgesprächs der DOA ging es daneben in einer Gesprächsrunde um das Thema „Trainer im Sport – zwischen Erfolgsdruck und Verantwortung“. Durch den Abend führte als Moderator der frühere ZDF-Sportchef Dieter Gruschwitz.

Der Fair Play Preis in der Kategorie „Sport“ ging an die österreichische Biathletin Lisa Theresa Hauser. Gewürdigt wurde ihr Verhalten beim Weltcup-Massenstartrennen in Oberhof am 8. Januar 2017. Sie war während des Rennens versehentlich der deutschen Konkurrentin Vanessa Hinz auf den Stock getreten, wodurch diese den Stock verlor. Daraufhin gab Hauser der deutschen Läuferin einen ihrer Stöcke, damit diese das Rennen unbehindert fortsetzen konnte.

„Lisa Theresa Hauser war trotz des laufenden Wettkampfes einzig darauf bedacht, dass ihre Konkurrentin keinen Nachteil erleidet“, so die Jury. Hinz bedankte sich damals auf ihrer Facebook-Seite bei Hauser. „Was für ein faires Zeichen von ihr, das ist wirklich außergewöhnlich“, schrieb sie, „du hast etwas gut bei mir.“

„Rugby spielen gegen rechte Gewalt und Langeweile“

Beim „Sonderpreis“ fiel das Votum der Jury auf die Abteilung Rugby des USV Potsdam. Diese veranstaltete im vergangenen Jahr zum 15. Mal den Rugby-Sanssouci-Pokal in Potsdam. Bei dem Turnier für Jugendmannschaften unter dem Motto „Rugby spielen gegen rechte Gewalt und Langeweile“ war das Besondere, dass erstmals in den verschiedenen Altersklassen neben den sportlichen Sieger*innen auch jeweils ein „Play-Fair-Siegerteam“ gekürt wurde. Dabei bewerteten sich die Mannschaften untereinander nach verschiedenen Kriterien.

Juryvorsitzender des Fair Play Preises des Deutschen Sports war Prof. Dr. Manfred Lämmer, Vorstandsmitglied der DOA. Der Jury gehörten darüber hinaus unter anderem DOSB-Vizepräsidentin Prof. Dr. Gudrun Doll-Tepper und VDS-Präsident Erich Laaser an.

22.03.2018






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