Bilanz des Pferdesport-Seminars
Übung bei Pferdesport-Seminar (Foto: FN/Monika Kaup)

Spannend, lehrreich und perfekt organisiert

Das Pferdesport-Seminar der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) und des Verbandes Deutscher Sportjournalisten (VDS) war wieder ein großer Erfolg. Die Teilnehmer freuen sich schon jetzt auf die nächste Auflage im kommenden Jahr.

Von Inken Pallas

Die Anreise nach Warendorf und Münster hat sich gelohnt. Bei der neugierigen Journalistentruppe aus ganz Deutschland gab es am Anfang zu den Stichworten „Organisation und Struktur“ zunächst ein bisschen Fanta-4-Stimmung: Ähnlich wie bei deren Song „MfG“ ging es um WBO, LPO, E, A, L, M, S, CHI, CAI, CPEI, CRI und noch viel mehr. 

Doch die Basisinformationen – alle Zahlen, Daten und Fakten –  wurden von der Abteilung Marketing und Kommunikation der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) gut zusammengefasst, dargestellt und erklärt. Wenn man Gesicht und Namen zu den verschiedenen Disziplinen und Themen im Bereich Reitsport nun auch persönlich kennt, fällt das Fragenstellen noch viel leichter (Foto: FN/Monika Kaup).

Die erste Fragerunde zu Richtern und Rotation, Anforderungen und Alterseinteilungen, Punkten und Prozenten, Disziplinen und Daten ging ganz schnell vorbei. Die Vorfreude auf den Praxisteil in der Westfälischen Reit- und Fahrschule in Münster-Handorf war riesig, der Ablauf dann besonders interessant. Oder genauer gesagt: „speziell“ – das war jedenfalls die Lieblingsbewertung der Reiter, die ihre Pferde-Premiere auch an der Longe sehr schwungvoll erlebten.

Die praktische Zeit ging noch schneller vorbei

Von wegen gemütlich im Schritt. Nach dem Trab glänzten die Gesichter – vor Freude oder war es doch ein bisschen Angst- oder Anstrengungs-Schweiß? Ob der erste Pferdekontakt oder der Unterricht auf den Schulpferden für die geübten Reiter, dieser Praxis-Teil war toll. Gute brave Pferde und hilfsbereite, genau hinguckende Trainerinnen – die praktische Zeit ging bei so vielen Möglichkeiten und interessanten Dingen leider noch schneller vorbei.

Bei Fußballsendungen ist man Einschätzungen, Analysen und Bewertungen von Experten ja gewöhnt. Beim Journalisten-Seminar waren die beiden Pferde-Experten in Münster und Warendorf aber viel interessanter, spannender, informativer und unterhaltender.

Die Tour mit Martin Plewa (Parcourbesprechung und -begehung, Teilablauf Geländestrecke sowie Pferde-Gangarten und Übungen am Viereck) in Münster und die Führung von Frank Ostholt über das Gelände des Deutschen Olympiade-Komitees für Reiterei (DOKR) in Warendorf am nächsten Tag haben sicher nicht nur mir ganz besonders gut gefallen (Foto: FN/Monika Kaup).

Es schien, als würden alle Seminarteilnehmer wie ein motiviertes Pferd die Ohren nach vorne spitzen und dem Menschen vorne voll zu vertrauen. Wobei wir zum Glück nicht über die Geländehindernisse springen oder klettern mussten, sondern nur danebenstehen. Auch dieser Part hätte noch länger sein können, es gibt noch so viele Fragen und Möglichkeiten zu lernen.

Dazwischen lag noch der Abend mit FN-Kollegen, Journalisten wie Evi Simeoni von der FAZ, Jörg Mebus (SID) und Albert Mehl als VDS-Vertreter samt perfekter Bewirtung. Ein Extra-Lob für die Organisation über den normalen Tag hinaus!

Der Seminar-Abschluss mit der offiziellen Pressekonferenz zu den Weltreiterspielen (vom 11. bis 23. September 2018 in Tryon/USA) war ein ideales Ende, um Reiter und Trainer zu kontaktieren sowie die nächsten Pferdethemen zu recherchieren.

Also irgendwie schon wieder ein Fanta-4-Gefühl. Mir ging es wie bei dem neuen Song „Zusammen“ der Fantastischen Vier mit Clueso: „Komm lass ’n bisschen noch zusammenbleiben“. Zum Glück wird es im nächsten Jahr eine weitere Auflage des Pferdesport-Seminars geben.

08.05.2018






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