Human Rights Watch
WM-Dossier von Human Rights Watch (Foto: HRW)

WM-Dossier für Journalisten veröffentlicht

Um Presse- und Meinungsfreiheit ist es in Russland schlecht bestellt. Die Organisation Human Rights Watch (HRW) hat für Journalistinnen und Journalisten eine 44-seitige Broschüre erstellt, in der Hintergrundinformationen zur Menschenrechtslage im Land des WM-Gastgebers kompakt zusammengefasst sind.

„Globale Sportereignisse wie die Fußball-Weltmeisterschaft sorgen für eine riesige mediale Aufmerksamkeit“, so HRW, „wir hoffen, dass unsere Veröffentlichung den Berichterstattern eine Hilfe ist, den Blick auch abseits des Fußballplatzes auf die Probleme in Russland zu richten.“ Zum Download des Dossiers in englischer Sprache als PDF geht es hier.

Wie brisant die Lage im Putin-Reich ist, zeigt sich auch im Fall Hajo Seppelt. Der akkreditierte Investigativ-Journalist der ARD darf nach Interventionen von Politik und Verbänden nun doch zur Fußball-WM reisen. Ob er frei berichten könnte, ist fraglich.

Eventuell wird Seppelt gar nicht nach Russland reisen. Er wolle sich erst mit seinem Sender besprechen, sagte er. Seppelt hatte entscheidend dazu beigetragen, das Staatsdoping in Russland aufzudecken.

vds

15.05.2018






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