Jahrestreffen des AK Online
Onliner im VDS (von links): Martin Volkmar (Spox), Dirk Adam (Focus Online), Thomas Janz (Eurosport.de), Matthias Becker (Sport 1) und Alexander Wagner (Kicker) (Foto: DAZN/Spox)

Konstruktiver Einsatz für noch mehr Präsenz

Ein kleines Jubiläum feierte der Arbeitskreis Online in den Redaktionsräumen von DAZN und Spox in Ismaning. Es war das zehnte Jahrestreffen der im Herbst 2008 gegründeten Vertretung der in digitalen Medien arbeitenden VDS-Mitglieder. Trotz etlicher Fortschritte gibt es noch viel zu tun.

Auch wenn einige Kollegen aufgrund der täglichen Arbeitsbelastung kurzfristig hatten absagen müssen, so war die Runde mit AK-Sprecher Martin Volkmar (Chefredakteur Spox), Alexander Wagner (Chefredakteur Kicker), Matthias Becker (stellvertretender Chefredakteur Sport1.de), Thomas Janz (Chefredakteur Eurosport.de) und Dirk Adam (Ressortleiter Sport bei Focus Online) hochkarätig besetzt.

Im Verlaufe des mehrstündigen Austausches, den alle Beteiligten als jährlichen Termin fortführen wollen, berichtete Volkmar zunächst von seinen Bemühungen im vergangenen Jahr. So fand unter anderem auf Initiative des Arbeitskreises Online ein Gespräch zwischen dem Mediendirektor des FC Bayern, Stefan Mennerich, und den regelmäßig vor Ort berichtenden Online-Kollegen über eine Optimierung der Zusammenarbeit statt (Mennerich-Foto: FC Bayern München). Erste Fortschritte sind seitdem gemacht worden, unter anderem gab es mehr Interviews als in der Vergangenheit. Auch mit der DFB-Mediendirektion soll ein ähnliches Gespräch in nächster Zeit stattfinden.

Darüber hinaus war Volkmar zu Gast bei der Tagung der DFL-Pressesprecher, um dort ebenfalls für die nach wie vor in Teilen sehr oberflächlich bewertete Arbeit der professionellen und reichweitenstarken digitalen Medienmarken zu werben. Zudem vertritt Volkmar den Online-Bereich in der Jury für die Hall of Fame des deutschen Fußballs. Hier soll aber versucht werden, die Präsenz digitaler Medien durch weitere Vertreter zu vergrößern.

Schon jetzt informieren sich die meisten Menschen vorrangig in digitalen Medien

Trotz dieser Fortschritte war sich die Runde allerdings einig, dass eine Gleichbehandlung von digitalen im Vergleich zu klassischen Medien auch mehr als zwei Jahrzehnte nach Gründung der ersten Sport-Onlineredaktionen nach wie vor nicht gegeben ist. Dies kann nach Ansicht des AK Online nur durch weitere konstruktive Gesprächen mit Entscheidern und Verantwortlichen im Sport ebenso wie mit Kollegen erreicht werden sowie mit persönlicher Kontaktpflege und der Vermittlung der Fakten.

Diese sprechen aufgrund der unaufhaltsamen Digitalisierung eine eindeutige Sprache: Schon jetzt informieren sich die meisten Menschen auch über Sport vorrangig in digitalen Medien. Je professioneller sich hier die Zusammenarbeit entwickelt, desto mehr profitieren Medien (nicht nur Online), Entscheider und User.

ako/vds

30.04.2019






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