Digital-Angebot „Mein Werder“
Angebot „Mein Werder“ (Foto: Weser-Kurier)

Viele Mitarbeiter müssen gehen

Mit großen Erwartungen waren sie gestartet. Doch das Digital-Angebot „Mein Werder“ der Bremer Tageszeitungen AG hat nicht so funktioniert wie erhofft. Die Folge sind deutliche Arbeitsplatzverluste.

Laut medium magazin wurden sechs der 13 Redaktionsmitglieder gekündigt. Zwei hörten selbst auf. Vom Management kommen die schon aus ähnlichen Fehlkalkulationsfällen bekannten Statements. „In einem ohnehin herausfordernden Umfeld sehen wir uns gezwungen, die Kosten zu senken“, sagte Weser-Kurier-Chefredakteur und BTAG-Vorstand Moritz Döbler.

Der wirtschaftliche Erfolg habe sich nicht „im notwendigen Maße“ eingestellt, so Döbler weiter. Und dies trotz „aller“ Bemühungen. „Mein Werder“ ist die digitale Plattform der Bremer Tageszeitung Weser-Kurier für sämtliche Inhalte, die sich mit dem Fußball-Bundesligisten befassen (Logo: Weser-Kurier).

Die Redaktion war im Sommer 2017 gegründet worden. Die kostenpflichtige App nebst Website richtet sich an Fans des norddeutschen Klubs, der diese Saison gut dabei ist, sich nach fast einem Jahrzehnt wieder für einen internationalen Wettbewerb zu qualifizieren. Doch offenbar woll(t)en zu wenige Anhänger zahlen.

Das mag auch daran liegen, dass die vergleichbare App/Website „Deichstube“ der Kreiszeitung aus dem benachbarten Syke nichts kostet. Das niedersächsische Blatt war schon immer stark in der Werder-Berichterstattung und hat regelmäßig exklusive Inhalte.

cleg

23.04.2019






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