38. Deutscher SportpresseBall in der Alten Oper
Sportmedienpreisträger Gerhard Delling und Laudator Günter Netzer (Foto: Ute Maag/VDS)

Frankfurt feiert grandioses Fest

Der 38. Deutsche SportpresseBall stand ganz im Zeichen des Mauerfalls, der sich am 9. November zum 30. Mal jährte. Die rund 2500 Gäste in der Alten Oper Frankfurt kamen voll auf ihre Kosten. So konnten die Veranstalter, der Verband Deutscher Sportjournalisten und der Verein Frankfurter Sportpresse in Kooperation mit der metropress presseagentur, ein überaus positives Fazit ziehen.

Neben dem fulminanten Ballgeschehen gab es traditionell auch illustre Ehrungen. So wurde Gerhard Delling am Samstagabend in der Frankfurter Alten Oper mit dem PEGASOS-Preis 2019 in der Kategorie „Sportmedien“ ausgezeichnet. Vergeben wird der Preis vom Verband Deutscher Sportjournalisten und dem Verein Frankfurter Sportpresse. Diese veranstalten in Kooperation mit der Frankfurter Agentur metropress den Deutschen SportpresseBall.
 
Den Preis erhielt Delling aus den Händen Günter Netzers, seinem langjährigen Partner bei den Fußballübertragungen in der ARD. Geehrt wurde der Rendsburger für seinen letzten publikumswirksamen Auftritt am 25. Mai, als er das 75. DFB-Pokalfinale im Berliner Olympiastadion moderierte (Foto VDS-Präsident Laaser und VFS-Vorsitzender Mirwald: Ute Maag/VDS).

Ganz aufhören will Delling trotz seines Ausscheidens im Ersten nicht. Der 60-Jährige hat noch viele Ideen. Das Multitalent ist der insgesamt vierte Deutsche Sportmedienpreisträger. ARD-Kommentator Tom Bartels war 2016 der erste, es folgten 2017 der Reuters-Fotograf Kai Pfaffenbach und 2018 der HR-Redakteur Daniel Weiss.

VDS-Präsident Erich Laaser und der VFS-Vorsitzende Walter Mirwald hatten die Gäste mit würdigen Worten begrüßt. Laaser stellte die Bedeutung des Datums für die deutsche Geschichte heraus. Er erinnerte an den 9. November 1918 und auch an den 9. November 1938, der sich niemals wiederholen dürfe. „Für Antisemitismus und Rassismus ist in unserer Gesellschaft kein Platz“, betonte Laaser.

Ehrungen für Dahlmeier, Neuner, Hannawald, Maske und Mick Schumacher

Im Rahmen der Eröffnungsshow „30 Jahre Mauerfall“ erhielten zwei herausragende Persönlichkeiten den PEGASOS-Preis „Besondere Verdienste um den gesamtdeutschen Sport“. Sven Hannawald (Skispringen) und Henry Maske (Boxen) stammen aus der ehemaligen DDR. Sie haben mit ihrem sportlichen Wirken die Menschen in Ost und West begeistert und berührt.

In der Kategorie „Legende des Sports“ wurden die beiden ehemaligen Weltklasse-Biathletinnen Laura Dahlmeier und Magdalena Neuner geehrt. Sie sind herausragende Persönlichkeiten, die legendäre sportliche Leistungen gezeigt haben, sich aber auch aktiv in die Gesellschaft einbringen (Foto Ball-Organisatoren Müller und Sondermann: Ute Maag/VDS).

Den PEGASOS-Preis „Sportler mit Herz“ erhielt Mick Schumacher, Sohn des ehemaligen Formel-1-Weltmeisters Michael Schumacher, der bei einem Skiunfall 2013 schwer verunglückte. Der 20-Jährige ist selbst Rennfahrer und wie früher der Vater in der sozialen Einrichtung seiner Familie „Keep fighting“ aktiv. „Wir blicken darauf, wie jemand die Menschen berührt. Und Mick berührt die Menschen“, sagte Ball-Chef Jörg Müller, der gemeinsam mit Sandra Sondermann metropress führt.

Schirmherr des SportpresseBalls, bei dem sich rund 2500 Gäste prächtig amüsierten, war erneut Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier. Durch den Abend führte Moderator Michael Steinbrecher. Künstlerisches Highlight war der Auftritt der Soul’n’Disco-Legende Pointer Sisters („I’m so excited“). Und die Vorfreude ist schon jetzt groß: Am 7. November 2020 steigt der 39. SportpresseBall.
 
mp/vds/vfs

Weitere Impressionen finden Sie auf der Facebook-Seite des Verbandes Deutscher Sportjournalisten. Dort können Sie auch den Liveticker aus der Alten Oper Frankfurt nachlesen.

10.11.2019






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