Fair Play Preis von DOSB und VDS
Fair Play Preis des Deutschen Sports (Foto: DOSB)

Feierliche Ehrung für Speerwerfer Bernhard Seifert am 26. März

Die Entscheidung ist gefallen. Den vom Deutschen Olympischen Sportbund und dem Verband Deutscher Sportjournalisten gestifteten Fair Play Preis des Deutschen Sports 2019 erhält Bernhard Seifert. Geehrt wird der Speerwurf-Athlet des SC Potsdam am 26. März im Schloss Biebrich.

Bernhard Seifert hatte bereits früh in der Saison die Nominierungskriterien erfüllt und sich damit einen Startplatz für die Leichtathletik-Weltmeisterschaft vom 27. September bis 6. Oktober 2019 gesichert. Dann jedoch geriet der 26-jährige Aktive des SC Potsdam in eine Formkrise, die ihn dazu bewog, seinem Kollegen Julian Weber den Vortritt zu lassen.
 
„Er hat seine eigenen Interessen zugunsten eines Mannschaftskollegen zurückgestellt und damit in besonderer Weise Teamgeist bewiesen. Das verdient unseren großen Respekt und unsere Anerkennung“, sagte Prof. Dr. Gudrun Doll-Tepper, DOSB-Vizepräsidentin und stellvertretende Juryvorsitzende (Logo: DOSB).

Die Verleihung des Fair Play Preises des Deutschen Sports erfolgt im Rahmen des Biebricher Schlossgesprächs der Deutschen Olympischen Akademie (DOK) am 26. März in Wiesbaden. Das Thema „Sportgroßveranstaltungen in Deutschland“ wird im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen. Durch den Abend führt der ehemalige ZDF-Sportchef Dieter Gruschwitz.

Im vergangenen Jahr waren der Triathlet Manuel Retzbach und die Fußballmannschaft des SC Lauchringen ausgezeichnet worden. Retzbach hatte seinen Wettkampf unterbrochen, um einem gestürzten Konkurrenten zu helfen. Das SCL-Team verließ geschlossen das Spielfeld, um Solidarität mit einem rassistisch beleidigten Mitspieler zu zeigen.

Der Fair Play Preis des Deutschen Sports wird seit 1998 an Personen vergeben, die über die deutsche Staatsbürgerschaft verfügen, an einem Wettkampf unter deutscher Beteiligung partizipiert oder an einer Initiative mitgewirkt haben, die in Deutschland aktiv ist beziehungsweise mit deutscher Beteiligung durchgeführt wurde. Der Preis will Sportler*innen ermutigen, sich weiter für ein faires Miteinander einzusetzen (Foto: DOSB).
 
Als Juryvorsitzender fungiert Prof. Dr. Manfred Lämmer, stellvertretender DOK-Vorsitzender. Dem Gremium gehören darüber hinaus unter anderem VDS-Präsident Erich Laaser, Dr. Michael Ilgner, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Deutsche Sporthilfe, und Frank-Thomas Hartleb, Sportdirektor des Deutschen Behindertensportverbandes, an. Weitere Informationen zum Fair Play Preis gibt es hier.

cleg/dosb

24.01.2020






« zurück
Magazin sportjournalist
Die aktuelle Ausgabe:
Oktober/November 2020

Titelthema

Die Monokultur bricht auf: Über den korrekten Umgang mit Minderheiten im Sportjournalismus
Von Christoph Ruf

Interview
mit Andreas von Thien, Sportchef bei RTL: „Sympathisch zu sein reicht nicht“
Von Thomas Nowag

Service
Presseausweis 2021: Jetzt beantragen!

Weitere Informationen
Regionalvereine