Bilanz der FHM-Podiumsdiskussion
Diskussionsteilnehmer (von links): Thorsten Berner, Stefan Kretzschmar und Gerhard Delling (Foto: FHM/Werner Kaiser/Pictureartwork)

Sportreporter*in nach wie vor attraktiver Beruf

Die Online-Podiumsdiskussion „Traumberuf Sportreporter*in?“ der Fachhochschule des Mittelstands Campus Hannover war ein voller Erfolg. Eindeutiges Ergebnis: Noch immer ist der Sportjournalismus ein reizvolles Tätigkeitsfeld.

Einig war sich die prominent und fachkundig besetzte Runde darin, dass der Beruf des Sportreporters nach wie vor attraktiv ist: Jungen Leuten mit persönlichem Bezug zum Sport bietet die Arbeit bei Print- oder Online-Redaktionen sowie bei Radio oder Fernsehen gerade in Zeiten digitaler Formate enorme Chancen, sich zu verwirklichen und die ausdifferenzierte sportliche Landschaft in Deutschland und weltweit abzubilden und zu reflektieren.

Beteiligt an der Diskussionsrunde „Traumberuf Sportreporter*in?“, deren Untertitel „Professioneller Sportjournalismus und die Herausforderung durch Vereine, Influencer und Marketing“ lautete, war auch Gerhard Delling. Der frühere ARD-Mann erhielt 2019 vom Verband Deutscher Sportjournalisten und dem Verein Frankfurter Sportpresse den Deutschen Sportmedienpreis (Abbildung: FHM).

Delling ist Mitglied des Vereins Hamburger Sportjournalisten und seit Oktober 2020 externer FHM-Dozent im Studiengang Sportjournalismus & Sportmarketing. Mit ihm diskutierten der ehemalige Handballprofi und jetztige Sky-Experte Stefan Kretzschmar, Thorsten Berner (Sport-Ressortleiter Hildesheimer Zeitung) und Prof. Dr. Marcus Bölz (Leiter des Instituts für Sportkommunikation der FHM). Die Moderation übernahm Sören Oelrichs (Sportreporter und Moderator NDR 1).

„Sport ist Leidenschaft, Sportjournalismus auch Entertainment“

Bölz verwies auf den emotionalen Mehrwert des Berufs: „Sport ist Leidenschaft. Sportjournalismus ist auch Entertainment.“ Delling setzte einen zusätzlichen Akzent. „Sport ist nicht ‚natürlich’ Entertainment. Es ist durchaus Emotion dabei, aber auch viel Sachlichkeit vonnöten. Ich bedauere es aber sehr, wenn man heutzutage annimmt, dass Sport nur noch Entertainment sei.“

Etliche User*innen beteiligten sich an der Online-Debatte. Sie wollten sich über Ausbildungswege, Chancen und Gefahren informieren. Sie diskutierten auch über die fehlende Präsenz von Frauen auf dem Podium. Das will die FHM nächstes Mal ändern. Wegen des großen Erfolgs soll die Reihe fortgesetzt werden, dann unter dem Titel: „Frauen im Sportjournalismus – wie steht es um die Gleichberechtigung?“. Die Diskussion wird wieder live auf YouTube und Facebook gestreamt, der Chat ausgeweitet.

cleg/fhm

02.03.2021






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