VDS-Stipendiat Robin Meyer über Studiumsabschluss
Robin Meyer, links, mit American Footballer Sebastian Vollmer (Foto: Quandt/Hamburger Morgenpost)

„Ich habe sehr viel erleben dürfen“

Im Oktober 2017 sicherte sich Robin Meyer das Stipendium, das die Hochschule Macromedia und der Verband Deutscher Sportjournalisten ausloben. Nun hat das Hamburger VDS-Mitglied das Studium beendet. Auf sportjournalist.de lässt Meyer die dreieinhalb Jahre Revue passieren.

Dreieinhalb Jahre ist es her, dass ich mein Studium an der Macromedia begonnen habe, gefördert mit dem Stipendium des VDS. Damals, im September 2017. Selten fühlten sich dreieinhalb Jahre so sehr an wie damals. Damals, als Markus Gisdol noch HSV-Trainer war – und zwar in der Bundesliga. Als Schalke 04 noch Vizemeister wurde. Als Wuhan noch einfach nur eine chinesische Stadt wie jede andere war. Und als ich noch keine Ahnung hatte, was auf mich zukommen würde.
 
Während dieser dreieinhalb Jahre habe ich sehr viel erleben dürfen, weit mehr, als es die meisten von mir gedacht hätten. Dank des VDS-Stipendiums landete ich bei der Hamburger Morgenpost, wo ich seit Tag eins des Studiums nebenbei sehr wertvolle Erfahrungen sammeln konnte und diese nun unmittelbar im Volontariat fortsetzen darf (Abbildung: Hamburger Morgenpost).
 
Ich stand zwischenzeitlich bei RTL Nord hinter der Kamera, durfte bei den traditionsreichen Hamburg Open am Rothenbaum mitwirken und hatte ständig größere und kleinere Projekte am Laufen. Vor einigen Wochen interviewte ich sogar Bundesaußenminister Heiko Maas. Und nun darf ich für die Morgenpost mit Herz.Schlag.Verein auch noch einen eigenen HSV-Podcast produzieren und moderieren, der dazu sehr erfolgreich ist.
 
Das klingt alles ziemlich perfekt. Und es war auch sehr nah dran. Von dieser reichhaltigen Erfahrung, die ich während Studium und Stipendium sammeln konnte, profitiere ich in zahlreichen Situationen meiner täglichen Arbeit. Nie zuvor hatte ich einen Podcast moderiert, begann nun aber doch nicht bei null, weil ich es an der Hochschule eben doch schon einmal probeweise getan hatte. Und genauso war es mir nicht fremd, wenn ich dort die Nachrichtenwerttheorie lernte, weil ich sie in der Redaktion bereits anwendete.
 
Genau diese Kombination aus Praxis und Theorie, die an der Hochschule von großem Wert ist, war der beste Weg, den ich hätte gehen können. Jede Woche Vorlesungen, aber auch jede Woche Interviews – und das dreieinhalb Jahre lang. Zu alldem durfte ich in diesen dreieinhalb Jahren viele Menschen kennenlernen, die mich motiviert haben. Manche durch ein gemeinsames journalistisches Projekt, andere durch wertvolle Tipps und Ratschläge.
 
Ich habe gelernt, wie wichtig es ist, dass die Erfahrung der Kollegen auf mich als jungen Journalisten abstrahlt. Und das gilt für die Hochschule ebenso wie für meine beruflichen Kontakte. Denn die beiden Tätigkeiten – Journalismus zu studieren und nebenbei bereits journalistisch zu arbeiten – habe ich nie wirklich voneinander getrennt.
 
Viel mehr hätte ich für mich aus dem Studium und dem Stipendium also wohl kaum herausholen können, und das trotz der Pandemie, die im letzten Drittel alles ein wenig eingebremst und mir leider auch eine echte Absolvia verwehrt hat. Am Ende haben mir die Hochschule Macromedia und der VDS aber eben nicht nur ermöglicht, dass ich viel erleben durfte, sondern auch viel tun, viel umsetzen, viel verwirklichen. Und daran wird keine Pandemie etwas ändern können. Auch nicht in der Zukunft.

Seit 2013 haben die Hochschule Macromedia und der VDS ein Stipendium vergeben. Mehrere Absolventen arbeiten nach Beendigung des Studiums mittlerweile in verschiedenen deutschen Sportredaktionen. Aktueller Stipendiat ist Max Weinhold. Dieser Text stammt aus dem sportjournalist. Hier geht es zur Bestellung von Einzelheften beim Meyer & Meyer Verlag. Mitglieder des VDS erhalten den alle zwei Monate erscheinenden sportjournalist automatisch per Post und können sich das Heft zudem im Mitgliederbereich kostenlos als PDF herunterladen. Dies gilt auch für ältere Ausgaben.

13.07.2021






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