Vorfall nach Serie-A-Spiel
Greta Beccaglia (Screenshot: ARD-Sportschau)

VDS verurteilt sexuellen Übergriff auf Greta Beccaglia

Die Sportreporterin Greta Beccaglia ist bei einem Fußballspiel in Italien sexuell belästigt worden – live im Fernsehen. Der Verband Deutscher Sportjournalisten verurteilt diesen Übergriff aufs Schärfste und sichert ihr volle Solidarität zu.

Der Vorfall ereignete sich nach dem Spiel FC Empoli gegen den AC Florenz in der Serie A während einer Liveübertragung für den Lokalsender Toscana TV. Ein Mann näherte sich dabei Greta Beccaglia von hinten und berührte die Sportjournalistin unsittlich am Gesäß. Unter anderem die ARD-Sportschau hatte über diesen Vorfall ausführlich berichtet.

Der Verband Deutscher Sportjournalisten erklärt sich mit unserer Kollegin Greta Beccaglia solidarisch. Für das siebenköpfige VDS-Präsidium erklären dazu Präsident André Keil, 1. Vizepräsidentin Elisabeth Schlammerl und 2. VDS-Vizepräsident Arno Boes: „Dieses herabwürdigende Verhalten einer Frau, einer Kollegin gegenüber ist eine Schande. Wir als VDS verurteilen dieses Verhalten und auch andere sexuelle Übergriffe auf Sportjournalistinnen aufs Schärfste“ (VDS-Präsidium, von links nach rechts: Beisitzer Volkmar, Fotografensprecher Rattay, Präsident Keil, Beisitzer Poppe, 1. Vizepräsidentin Schlammerl, Schatzmeister Köhli und 2. Vizepräsident Boes/Foto: Ina Fassbender).

Auch hierzulande sind Sportjournalistinnen vor solchen Vorfällen leider nicht gefeit. Zuletzt hatte der Deutschlandfunk in seiner jährlichen Sportkonferenz thematisiert, wie Kolleginnen mitunter in den Sozialen Medien diskreditiert und beleidigt, aber auch sexuell angegangen werden.

Der VDS hat auch deshalb schon seit Jahren mit der Kollegin Ruth Gerbracht eine Ansprechpartnerin für solche Vorfälle etabliert. Als Beauftragte für Chancengleichheit kümmert sich die 1. Vorsitzende des Vereins Bremer Sportjournalisten um alle Fragen zu geschlechtsspezifischer Diskriminierung oder Belästigung. Ruth Gerbracht steht für Vorfälle dieser Art allen Kolleginnen per E-Mail (r.gerbracht@web.de) oder telefonisch (0421/352416) zur Verfügung.

vds

01.12.2021






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