Ausschluss von ARD-Team bei Pool-Interview
Claudia Pechstein (Foto: sampics Photographie/augenklick)

DOSB äußert sich distanziert zu Pechsteins Vorgehen

Das VDS-Präsidium hatte am Montagabend scharfe Kritik am Ausschluss des ARD-Teams vom Pool-Interview mit Claudia Pechstein geübt. Die Athletin wollte der ARD nach ihrer Rückkehr von den Olympischen Spielen keine O-Töne geben. Inzwischen hat der DOSB reagiert.

Ein DOSB-Sprecher äußerte sich distanziert zu Pechsteins Vorgehen. „Beim vom DOSB veranstalteten Empfang des Team D am Frankfurter Flughafen haben die Athlet*innen in einer Mixed Zone Interviews gegeben (Pool-Interview; die Red.). In dieser Situation hat sich Frau Pechstein geweigert, der ARD ein Interview zu geben. Grundsätzlich entscheiden Athlet*innen selbst, ob sie Interviews geben. Wir hätten es jedoch begrüßt, wenn Frau Pechstein die Situation im Sinne des Team D anders gelöst hätte.“
 
VDS-Präsident André Keil betonte noch einmal, dass die Pressefreiheit in Deutschland unantastbar sei. Von einer Athletin, die bei den Olympischen Spielen als Fahnenträgerin auserkoren wurde, dürfe man ein entsprechendes Bekenntnis und Verhalten zur Pressefreiheit erwarten.

vds

22.02.2022






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