„Sportler des Jahres“-Gala in Baden-Baden
Die „Sportler des Jahres 2019“: Weitspringerin Malaika Mihambo (vorne links) und Zehnkämpfer Niklas Kaul sowie die Skisprung-Mannschaft (hintere Reihe) (Foto: GES-Sportfoto/Markus Gilliar/Augenklick)

Die Wahl 2020 – eine Chance

Trotz der Coronavirus-Pandemie gibt es auch dieses Jahr die Wahl „Sportler des Jahres“. Die Preisverleihung wird am 20. Dezember in Baden-Baden stattfinden, allerdings ohne Zuschauer*innen.

Sportlerwahl 2020 – was ist anders? Manches, wie an vielen Ecken und Enden in diesem Jahr des Abwartens. Mitte November hatte die ISK die Vorschlagslisten und die Wahl-Informationen für die 74. Umfrage unter deutschen Medienvertreter*innen versendet, darunter auch die Mitglieder des Verbandes Deutscher Sportjournalisten. Bis zum 5. Dezember lief die Abstimmung

Fakt ist, dass das „Angebot“ an Topleistungen überschaubar ausfällt. Der Wintersport fand nahezu komplett statt; im Sommer aber herrschte die große Leere, bevor einige Wettbewerbe wieder über die Bühne gingen – und jetzt wieder Einschränkungen an der Tagesordnung sind.

Beim Wahlprozedere hatten wir auf die Positionen 1, 2 und 3 (bisher 1 bis 5) bei Sportlerinnen, Sportlern und Mannschaften reduziert. Bei der Präsentation der Besten am 20. Dezember in Baden-Baden werden nur die Ersten geehrt. Das ZDF überträgt wie in den Vorjahren, um 22.15 Uhr geht es los (Logo: ISK).

Gleichzeitig laufen die Vorbereitungen für die Auszeichnungen, durchgeführt im Kurhaus von Baden-Baden, weiter. Flexibilität ist erstes Gebot, um auf neue Verordnungen reagieren zu können. Unabdingbar ist eine stark reduzierte Präsenzzahl, um alle Abstandsregeln einzuhalten.

Das betrifft die Sportfamilie ebenso wie unter anderem die Medienvertreter und Sponsorengäste. Zuschauer sind gar nicht zugelassen. Wir müssen nicht betonen, dass dies einem Ritt auf der Klinge gleichkommt. Und bitten um Verständnis, dass nur sehr wenige Akkreditierungen möglich sind – vergleichbar mit den Geisterspielen in der Fußball-Bundesliga.

Pressekonferenz mit den Siegern und eventuell eine Mixed Zone

Aktuell bedeutet das: zehn Plätze für den Printbereich (wahrscheinlich auf der Empore), fünf für Fotografen. Ein roter Teppich ist angedacht, Ort und Zeit aber müssen überprüft werden. Eine Pressekonferenz mit den Siegern findet statt. Direkte Kontakte mit den Athletinnen und Athleten kann es leider nicht geben, eine Mixed Zone wird diskutiert.

Trotz der Flut der Absagen von Sportevents jeder Art, die mittlerweile bis ins Frühjahr 2021 reichen, glauben wir, einen „Sportler des Jahres light“ inszenieren zu können. Vor allem dank des unglaublichen Engagements der Partner in Baden-Baden, des ZDF und dem Verständnis der Wirtschaftspartner.

Die Bemühungen aller Beteiligten gelten den so massiv gebeutelten Sportlerinnen und Sportlern. Ihr Wille und ihre Message für die Zukunft gilt es zu transportieren. Auch das Jahrbuch „Sportler des Jahres“ ist in Arbeit: mit Themen, Statements und Überlegungen, was die Krise bewirkte und wie darauf reagiert wurde. Die Sportredaktionen erhalten ein Exemplar zeitnah. Infos gibt es auch auf der Website der Veranstaltung.

isk/vds

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