Die Handball-Saison 2026/2027 steht in den Startlöchern, und im hohen Norden ist die Vorfreude auf den Start traditionell besonders groß. Im nördlichsten Bundesland Schleswig-Holstein tummeln sich mit der SG Flensburg-Handewitt und dem THW Kiel (beide erste Liga) sowie dem VfL Lübeck-Schwartau und neuerdings auch dem SV Todesfelde (beide zweite Liga) gleich vier Bundesligisten auf engstem Raum. Und gleich nebenan ist mit dem Handball Club Hamburg noch ein Klub aus der höchsten Spielklasse zu Hause.
Alle fünf Vereine waren am Dienstag vertreten, als die Vereinigung Schleswig-Holsteinischer Sportjournalisten zum traditionellen Handballtreff einlud. Zwei Jahre lang hatte sich die Veranstaltung eine schöpferische Pause gegönnt, doch nun kehrte sie zurück. Mit fünf Vereinen so groß wie nie und dazu erstmals mit einem Frauenteam am Start. Rund 20 Medienvertreter waren im Hotel „Athletik Kiel“ direkt neben dem THW-Trainingszentrum zu Gast und wohnten der kurzweiligen Talkrunde mit den Vereinsvertretern bei (Logo: VSHS).
Die Aufmerksamkeit gehörte zunächst ganz dem SV Todesfelde, dessen Trainer Henning Ammen und Florian Haupt (sportlicher Leiter) die Geschichte des Dorfvereins aus dem Kreis Segeberg erzählten, der nun im Zweitligakonzert mitmischt. Trainer David Röhrig war für den VfL Lübeck-Schwartau dabei. Dessen Ziel ist es, sich weiter in der zweiten Liga zu etablieren. Und eine Vision besagt, dass bei einer „perfekten Saison“ vielleicht sogar mal weiter oben „gekratzt“ werden kann.
Etwas südlicher heißt es in Zukunft Handball Club Hamburg. Sport-Geschäftsführer Johannes „Jogi“ Bitter erklärte, warum das zu „120 Prozent der richtige Weg“ für die Zukunft seines Vereins ist. Bei der SG Flensburg-Handewitt stellte Geschäftsführer Holger Glandorf klar, dass trotz aller großen Transfers für 2027 keinesfalls von einem „Übergangsjahr“ die Rede sein kann. „Wir haben viele neue Spieler, die wir integrieren wollen“, so SG-Cheftrainer Ales Pajovic.
Sein neuer THW-Kollege Börge Lund möchte seinen „eigenen Weg“ gehen. Für den Norweger steht aber eine Sache fest: „Wir wollen zurück ins europäische Geschäft.“ Geschäftsführer Viktor Szilagyi spürt jedenfalls unter dem neuen Coach, dass der Fokus im Team „nochmal mehr geschärft ist“. Von der WM 2027 in Deutschland versprechen sich die Vereine laut Bitter „insgesamt einen Mehrwert für den Handball“. Nach 60 Minuten ging die Gesprächsrunde noch in die Verlängerung. Allen war klar, dass sich der Handballtreff bewährt hat und es keine erneute Pause geben wird.
vshs/vds