Die Karriere von Fred Joch könnte man mit dem Satz beschreiben: „Vom Zimmermann zu einem der zehn besten Sport-Fotografen der Welt“. Zu seinem 85. Geburtstag am 21. März muss man etwas tiefer in das Schaffen des „Bild-Hauers“ blicken. Während Fred Joch beim Bau des Münchner Fernsehturms mitwerkelte, dokumentierte er die Fortschritte in der Baustellen-Zeitung. Das sah Wohnungsnachbar Max Mühlberger.
Der angesehene Sportfotograf nahm „Fredl“ am 6. Mai 1967 zum Pokal-Halbfinale FC Bayern gegen 1860 München mit ins Grünwalder Stadion. Es war sein erster Kontakt mit dem Fußball. Ein Funke sprang über und es ging schnell bergauf. 1968 holte ihn Axel Springer jr. in seine Agentur Sven Simon. Dort lernte er seine spätere Frau Heidi kennen. Beide gründeten noch im selben Jahr ihre eigene Agentur. 42 Jahre belieferte Fred Joch BILD mit Fotos über den FC Bayern (Joch-Foto: privat).
Er bekam exklusive Einsichten in die WG von Uli Hoeneß und Paul Breitner oder bei den Feiern zum 30. und 75. Geburtstag von Franz Beckenbauer. Die Stars vertrauten dem Münchner. Immer loyal und zurückhaltend fand Fred Joch auch international Beachtung. Im englischen Buch „Great Action Photography“ von 1982 ist er unter den zehn besten Sportfotografen der Welt gelistet. 2010 zog er sich von der Jagd nach Exklusivfotos zurück und nahm das Angebot als Haus-und-Hof-Fotograf des FC Bayern an.
„Solange du die Kamera halten kannst, bleibst du unser Fotograf“, hat man ihm versprochen. Und gehalten. „Im Mai 2025 erhielt ich vom FC Bayern einen roten Lederball mit Datum und freien Eintritt zu den Spielen bis zum Lebensende.“ In seiner kargen Freizeit hat er sich für den Verein Münchner Sportjournalisten eingesetzt – von 1989 bis 1997 als Schatzmeister, danach bis 2010 als Beisitzer im Vorstand und Fotografensprecher. Seinen 85. Geburtstag feiert er in Tirol. Herbert Jung und der VMS-Vorstand wünschen das Allerbeste.
Eine längere Fassung der Gratulation an Fred Joch finden Sie auf der VMS-Website. Bitte klicken Sie dazu hier.