Vorfreude auf die bald beginnende Saison

Handball-Treff der VSHS

30.08.2022 Die Vereinigung Schleswig-Holsteinischer Sportjournalisten hatte wieder einmal zu ihrem traditionellen Handball-Treff eingeladen – und alle kamen: Vertreter der drei Oberhaus-Klubs Kiel, Flensburg-Handewitt und Hamburg sowie des Zweitligisten Lübeck-Schwartau plus 15 Kolleg*innen aus der Region.
 
Vor einer Post-Corona-Saison schwang bei den Trainern und Managern der vier norddeutschen Handballteams eine große Portion Vorfreude mit, wenngleich die drohende Energieknappheit für die Klubs zu einer Herausforderung werden könnte.

„Uns wurde von der Stadt bereits mitgeteilt, dass die großen Arenen im Fall einer Energiekrise zuerst vom Strom genommen werden. Das wäre das Worst-Case-Szenario“, sagte Geschäftsführer Sebastian Frecke vom HSV Hamburg vor den 15 Kolleg*innen aus Schleswig-Holstein und Hamburg, die zum Handball-Treff der Vereinigung Schleswig-Holsteinischer Sportjournalisten in der Kieler Ostseehalle gekommen waren.

Allein neunmal planen die Hanseaten, diese Spielzeit in der Barclays Arena am Volkspark anzutreten, darunter auch zum Saisonauftakt am 1. September gegen die SG Flensburg-Handewitt (Handball-Foto: GES-Sportfoto/augenklick).

So drastisch wie beim HSVH sieht es für die anderen Klubs zwar nicht aus. Allerdings machen sich steigende Kosten in vielen Bereichen bemerkbar. „Wir haben unser Budget für Reisen bereits um 20 bis 25 Prozent erhöhen müssen, weil die Kosten steigen“, ergänzte Kiels Geschäftsführer Viktor Szilagyi. Dessen SG-Pendant Holger Glandorf rät: „Wir müssen kühlen Kopf bewahren.“

Verkäufe bei Dauerkarten ziehen erfreulicherweise wieder an

Immerhin, nach der Corona-Delle greifen die Fans wieder zur Dauerkarte. Der THW ist mit 8700 Abonnement-Tickets zurück „auf dem Stand wie vor Corona“, so Szilagyi. Die SG verzeichnet zwar mit 4700 Dauerkarten eine Steigerung zum vergangenen Jahr, hat aber noch nicht ganz wieder das Niveau von vor der Pandemie erreicht. Auch der HSVH mit etwas weniger als 2000 und der VfL Lübeck-Schwartau mit rund 700 Dauerkarten hinken den alten Werten hinterher.

Und sportlich? THW-Coach Filip Jicha freut sich auf eine „super spannende Saison“ und ist neugierig, wie Meister Magdeburg „mit der Doppelbelastung aus Bundesliga und Champions League klarkommt“. Auch SG-Trainer Maik Machulla möchte ganz oben ein Wörtchen mitreden: „Es wäre schön, wenn wir am Titelrennen beteiligt wären. Jeder wird seine Hänger haben.“ Einig sind sich die Coaches in ihrer Einschätzung, welche Teams um die Krone kämpfen werden. „Es sind nicht nur Magdeburg, Flensburg und Kiel, sondern auch die Füchse Berlin“, sagte Jicha.

Klubs begrüßen neuen Medienvertrag zwischen HBL und S Nation Media

Der neue Medienvertrag, den HBL-Geschäftsführer Frank Bohmann und Christian Seifert, Gründer und geschäftsführender Gesellschafter der S Nation Media GmbH, unterschrieben haben, wird von den Managern positiv beurteilt. „Auf alle Klubs kommt ab nächster Saison mehr Arbeit zu, weil wir Content für die Social-Media-Kanäle liefern müssen“, erklärte Szilagyi.

Der Vertrag mit S Nation, der gemeinsamen Sportstreaming-Plattform von Axel Springer SE und Christian Seifert, dem ehemaligen Chef der Deutschen Fußball Liga, beinhaltet die nationalen audiovisuellen Medienrechte für die 1. und 2. Handball-Bundesliga ab der Saison 2023/24 bis einschließlich 2028/29.

tas/gmü