Trauer beim VHS

Zum Tode von Claus Beissner – Genau beobachtender Karriere-Förderer

10.03.2026

Der Verein Hamburger Sportjournalisten trauert um Claus Beissner. Der Leiter des früheren Bereichs „Sport Hörfunk“ beim NDR wurde 90 Jahre alt.

 

Die Leichtathletik faszinierte ihn stets. Auch als Aktiver „Ich war mal einer der schnellsten Sprinter im Norden. Heute muss ich überlegen, ob ich 100 Meter zu Fuß gehe“, sagte Claus Beissner anlässlich seines 90. Geburtstages am 17. April vergangenen Jahres. Am 9. März ist der Wahl-Lauenburger, der dort mit seiner Frau Bruni wohnte, nun verstorben.

Die Berichterstattung „seines“ NDR verfolgte er regelmäßig und kritisch. Von 1987 bis 2000 hatte Claus Beissner im Sender den früheren Bereich „Sport Hörfunk“ geleitet und die Berichterstattung über Olympische Spiele, Fußball-Europameisterschaften und zahlreiche Leichtathletik-Großveranstaltungen als Teamchef der ARD organisiert und verantwortet. Junge Kolleg:innen wie Thomas Perlebach, Doris Schiederig, Britta Schnebel oder Kai Dittmann förderte er und ebnete ihnen den Weg für ihre Karriere in der ARD (Beissner-Foto: privat).

Eines hatte Claus Beissner während seiner journalistischen Laufbahn stets verborgen – dass sein Herz für den Hamburger SV schlägt. „Im Job habe ich mich immer zurückgehalten. Mir war es wichtig, dass wir im NDR alle Vereine gleich und fair behandeln. Und da wäre es schlecht gewesen, wenn sich der Chef als Fan einer Mannschaft outet.“ Genau zu beobachten und zu analysieren, aber auch Distanz zu wahren – das war ihm als Journalist immer wichtig.

vhs

Die Trauerfeier für Claus Beissner ist am Donnerstag, dem 19. März, um 13.30 Uhr auf dem Friedhof Lauenburg.