Liebe Mitglieder des VDS,
liebe Kolleginnen und Kollegen,
als Juryvorsitzender des "Sportfotos des Jahres 2025“ und 2. Vizepräsident unseres Verbands darf ich an dieser Stelle nicht nur die Siegerbilder feiern, sondern auch nochmal die Arbeit all jener würdigen, die mit ihrer Kamera den Sport unvergesslich machen. Gute Sportfotos sind seit Beginn an mehr als nur reine Abbildungen oder Bildnachweise. Alle Kollegen sind in gewissem Maße Zeitzeugen sowie Emotionsverstärker – und das sehr oft sogar über mehrere Jahrzehnte.
Die Einreichungen in diesem Jahr haben den Jury-Mitgliedern erneut gezeigt, was
Sportfotografie ausmacht: Präzision, Leidenschaft und die Fähigkeit, das Unsichtbare sichtbar zu machen. Eike Schulz hebt etwa die "zauberhafte Lichtstimmung" der Unterwasseraufnahmen hervor, die das Eintauchen eines Spielers in den Mittelpunkt rückt – ein Bild, das nicht nur technisch, sondern auch künstlerisch überzeugt. Patrick Ittrich betont die "unglaubliche Spannung und Dimension", die ein Foto erzeugen kann, wenn es Ruhe, Risiko und die Kraft des Sports in einem einzigen Moment einfängt. Und Florian Boitin erinnert uns daran, dass es genau diese Bilder sind, die große Sportmomente legendär machen – wie die unvergessene Parade von Ann-Kathrin Berger, die für die Geschichtsbücher festgehalten wurde. (Foto Kevin Voigt: vds/Matthias Koch)
Doch Sportfotografie ist auch Vielfalt. Ralf Ibing, Sieger des Vorjahres, weist auf die herausragende Qualität in den Kategorien 1 und Portfolio hin, mahnt aber auch zur Reflexion: Die Bandbreite der Motive könnte noch größer sein. Das unterstreicht, wie wichtig es ist, dass wir als Verband die Arbeit von Fotografinnen und Fotografen fördern, die den Mut haben, auch mal neue Wege zu gehen. Sei es durch ungewöhnliche Perspektiven, wie das Hintertor-Motiv von Berger, das zum "Sportfoto des Jahres" gewählt wurde (siehe oben und Bericht) oder durch das einfangen von emotionaler Tiefe, wie beim Läufer mit körperlicher Einschränkung, der pure Freude ausstrahlt (alle Preisträger finden Sie hier).
In diesem Jahr war die Organisation des Wettbewerbs für den VDS eine besondere Herausforderung: Mit dem Wegfall des langjährigen Partners kicker mussten wir uns neu aufstellen. Doch genau diese Veränderungen haben uns gezeigt, wie wichtig es ist, gemeinsam Lösungen im Interesse des Verbandes zu finden. Aktuell arbeiten wir intensiv daran, für den nächsten Wettbewerb starke Partner an unserer Seite zu haben, um den "Sportfoto des Jahres"-Wettbewerb sogar noch auszubauen. Ich freue mich deshalb schon jetzt auf den weiteren und konkreten Austausch mit möglichen Partnern sowie allen Kolleginnen und Kollegen, deren Meinung uns auch sehr wichtig ist.
Ein herzliches Dankeschön möchte ich hier nochmal allen Jury-Mitgliedern für ihre engagierte und differenzierte Beurteilung der Einsendungen ausrichten: Ihre Beurteilung und Ihre Expertise waren entscheidend, um die besten Bilder zu benennen und zu prämieren. Ohne Ihre Unterstützung wäre dieser Prozess nicht so schnell und unkompliziert möglich gewesen.
In der heutigen Zeit, in der Bilder schneller geteilt werden als je zuvor, ist es unsere Aufgabe, die Wertschätzung für die handwerkliche und künstlerische Leistung hinter jedem guten Sportfoto zu stärken. Denn hinter jedem ausgezeichneten Bild stehen oft Stunden der Vorbereitung, ein geschultes Auge und sehr oft auch ein Quäntchen Glück mit jahrelanger Berufserfahrung. Oder wie Eike Schulz bei Ann-Kathrin Berger sagt: "Der beste Reflex bislang in ihrem Leben."
Ich danke aber auch nochmal allen Fotografinnen und Fotografen, die mit ihren Arbeiten die Latte immer höher legen. Und freue mich auf die weitere Zusammenarbeit und den Austausch, um die Sportfotografie gemeinsam, im und als Verband voranzubringen.
Mit sportlichen Grüßen,
Kevin Voigt (2. Vizepräsident des VDS)