Editorial von Klaus Dobbratz

Fahnenmeer zum Fest

04.11.2026

Organisator Klaus Dobbratz über die 80. Gala zur Wahl der "Sportler des Jahres".   

 

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

Nachrichten zur bevorstehenden Wahl "Sportler des Jahres" kamen aus Baden-Baden. In der gesamten Woche vor der Gala am 20. Dezember werden unzählige Flaggen das Stadtbild bereichern. Mit Bildern der bisher Gewählten. Eine Ode an den deutschen Sport, an die Umfrage von VDS und ISK, die ihr 80. Jubiläum begeht. Was bedeutet das für die Mitglieder? Ein Dank dafür, dass die Medien seit 1947 den deutschen Sport genau beobachten, bewerten und würdigen. Wieder geht die Kurstadt, wo kürzlich die Münchner Olympia-Bewerbung Fakt wurde, damit auf den Sport zu.

Und wir Abstimmenden bilden die Stützpfeiler des wichtigsten Sport-Barometers. Kompetent seit acht Jahrzehnten, abwägend, hinterfragend, neutral. In den diesen Tagen verschickt die VDS-Geschäftsstelle - nur per Mail – die Informationen zum Votum 2026. Zum 80. Mal – bis zum 1. Dezember dauert das Prozedere. Mitmachen ist sowieso angesagt.

Das ZDF überträgt wieder aus dem Bénazetsaal. Ab 20.00 Uhr im Livestream, ab 22.15 Uhr im linearen TV-Programm. Dann gilt es die Fragen zu beantworten, ob Winter-Goldkinder oder Sommersportler*innen mit höchsten Auszeichnungen das Rennen machen. Seit 2023 sorgen die Kaderathleten von DOSB und DBS für das Pre-Voting. Eine fachlich hochwertige Vorarbeit. Nun obliegt das Schlusswort dem VDS und seinen Mitgliedern: Sportlerin, Sportler und Team des Jahres 2026 sind… (Foto Klaus Dobbratz: Hansi Britsch)

Viele waren im olympischen Milano oder Cortina, zur Fußball-WM in Nordamerika, den Europa- und Weltmeisterschaften, die aus deutscher Sicht für eine Erfolgs-Renaissance sorgten. Gemäß dem – saloppen – Motto: "Wir können noch Sport". Man darf sich darauf freuen, dass am vierten Advent eine bunte, heitere und mit Medaillen dekorierte Schar zum Interview mit den Moderatoren Lena Kesting und Sven Voss die Bühne betritt. Die Pokale in Gold, Silber und Bronze sind längst bestellt. Nur die Gravur der Namen stehen noch aus.

Übrigens: In den Ur-Zeiten, als Ehrungen in Hotel-Lobbies stattfanden und nur eine Handvoll Medien-Schaffende berichteten, das Fernsehen höchstens in Ausschnitten übertrug, war diese Vorfreude auf das finale Jahres-Sport-Highlight schon zu spüren. Die Emotionen kletterten über die Jahrzehnte, weil die Aktiven wie die "Ehemaligen" Bedeutung und Verlässlichkeit der "Sportler des Jahres"-Wahl schätzen. Und am 20. Dezember werden wieder Vertreter von Redaktionen die Basis bilden, der Show-Charakter steht nicht Vordergrund.

Die 80. Wahl bleibt bodenständig, natürlich in passendem Outfit, technisch upgedatet. Nur so kam es zum runden Jubiläum. Und dem Fahnen-Meer in der Olympischen Kurstadt in Richtung Kurhaus.

Herzlichst, Ihr Klaus Dobbratz