„Besonders riskant war die Kriegsberichterstattung“, schreibt Reporter ohne Grenzen (RSF) anlässlich der am Donnerstag veröffentlichten „Jahresbilanz der Pressefreiheit“. So ist 2024 die Zahl der in Konfliktregionen wegen ihrer Arbeit getöteten Medienschaffenden mit 54 so hoch wie seit fünf Jahren nicht mehr. Die mit Abstand gefährlichste Region war erneut Gaza. Fast ein Drittel von ihnen wurde dort getötet. In anderen Weltregionen standen Reporter*innen ebenfalls im Visier.
So ist auch eine journalistische Tätigkeit in der Ukraine lebensgefährlich. Seit Beginn des russischen Angriffskrieges im Februar 2022 wurden dort mindestens 13 Medienschaffende getötet. In Pakistan kamen sieben Journalist*innen ums Leben. In Bangladesch waren es fünf, die über blutige Massenproteste berichtet hatten. Auch Lateinamerika steht weiterhin im Fokus. Seit Jahren zählt Mexiko zu den gefährlichsten Ländern für Medienschaffende (Foto: RSF).
Zudem sitzen weltweit derzeit 550 Journalist*innen im Gefängnis, sieben Prozent mehr als im Vorjahr. Unter anderem in Israel und Russland ist die Zahl der inhaftierten Medienschaffenden gestiegen. Alle von Reporter ohne Grenzen gemeldeten Zahlen beziehen sich auf den Zeitraum 1. Januar bis 1. Dezember 2024 oder sind Momentaufnahmen zum Stichtag 1. Dezember 2024.
„Medienschaffende werden getötet, inhaftiert und entführt, und viel zu häufig bleiben diese brutalen Verbrechen straffrei“, sagt RSF-Geschäftsführerin Anja Osterhaus. „Wir müssen diejenigen schützen, die uns informieren. Ihre mutige Arbeit macht menschliches Leid in Kriegen, Korruption und Machtmissbrauch sichtbar.“ Auf der Website von RSF Deutschland finden Sie hier weitere Informationen zur „Jahresbilanz der Pressefreiheit“ 2024. Den vollständigen Report in englischer Sprache können Sie hier kostenlos als PDF herunterladen.
cleg/rsf