Neues Buch

Doping, Druck und Diktatur

04.11.2024

Die Historikerin Jutta Braun betrachtet in ihrem Buch „Wettkampf der Systeme – Sport im geteilten Deutschland“ die Entwicklung beiderseits der Mauer. Sie stellt anschaulich dar, wie im Rahmen internationaler Großereignisse die Sportsysteme zu Stellvertretern im Wettbewerb der politischen Systeme wurden.

 

Jutta Braun beleuchtet in „Wettkampf der Systeme – Sport im geteilten Deutschland“ ferner die Rolle herausragender Sport-Idole, den Schattenbereich des Dopings sowie die Rolle von Fans und deren Subkultur.

Unter dem Einfluss der deutschen Teilung entwickelten sich sowohl der Breiten- als auch der Spitzensport unter verschiedenen Vorzeichen. Während der Sport im Westen vor allem im Vereinswesen verankert war, wurde er im Osten staatlich organisiert (Buchcover-Abbildung: BeBra Verlag).

Im Rahmen internationaler Großereignisse wie den Olympischen Spielen oder Weltmeisterschaften trafen beide Sportsysteme aufeinander und wurden zu Stellvertretern im Wettbewerb der politischen Systeme.

Die Autorin ist Historikerin und Abteilungsleiterin am Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam. Brauns Forschungsschwerpunkte sind die Geschichte des geteilten und vereinten Deutschlands, die Sportgeschichte und die Geschichte von Behörden in Demokratie und Diktatur.

Jutta Braun
„Wettkampf der Systeme – Sport im geteilten Deutschland“
BeBra Verlag, Berlin, Juni 2024
gebundene Ausgabe, 192 Seiten, 30 s/w-Abbildungen
ISBN: 978-3-89809-210-4
22,00 Euro

vds/bbv