Überarbeitete Positionierung

DOSB und dsj stärken klare Haltung gegen antidemokratische Kräfte

18.05.2026

DOSB und dsj legen eine überarbeitete Positionierung zum Umgang mit antidemokratischen und menschenfeindlichen Parteien, Gruppierungen und Akteur:innen vor. Damit betonen sie ihr Eintreten für einen offenen und vielfältigen Sport in unserer demokratischen Gesellschaft.

 

Der Deutsche Olympische Sportbund und die Deutsche Sportjugend erneuern und stärken ihre gemeinsame Haltung: Der organisierte Sport steht für ein respektvolles, faires und offenes Miteinander – und widerspricht menschenverachtenden und antidemokratischen Haltungen und Handlungen weiterhin entschieden. Mit einer überarbeiteten Version ihrer Positionierung von 2020 (hier als PDF) reagieren DOSB und dsj auf gesellschaftliche Entwicklungen und die damit entstehenden Fragen, wie Sportvereine und -verbände mit vielfältigen Spannungen umgehen können, beispielsweise mit einer bedenklichen Normalisierung antidemokratischer und menschenfeindlicher Positionen. Zugleich zeigen viele Vereine, Verbände und (junge) Engagierte Haltung für ein demokratisches Miteinander – etwa durch klare Positionierungen und sichtbares Engagement.

„Sportvereine sind Orte der Begegnung und des Zusammenhalts. Gerade deshalb müssen wir überall dort klar sein, wo demokratische Grundwerte des Sports angegriffen werden. Wer Menschen abwertet, ausgrenzt oder die Prinzipien der liberalen Demokratie in Frage stellt, darf im Sport keinen Raum bekommen“, betont DOSB-Präsident Thomas Weikert (Foto: DOSB/dsj).

Die Positionierung macht zudem deutlich: Der organisierte Sport ist parteipolitisch, aber nicht gesellschaftspolitisch neutral. Er steht für eine demokratische Gesellschaft und stellt sich gegen Extremismus, insbesondere den Rechtsextremismus als die derzeit größte Herausforderung für den organisierten Sport sowie gegen völkische Nationalismen, Antisemitismus in den verschiedenen Ausprägungen, gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit und Diskriminierung. Im Vergleich zur Positionierung aus dem Jahr 2020 benennt die überarbeitete Parteien und Gruppierungen, ohne sich an einzelnen Akteur:innen abzuarbeiten. Die Notwendigkeit einer Überarbeitung wurde unter anderem in einem gemeinsamen Hearing von dsj und DOSB mit ihren Mitgliedsorganisationen zum Umgang mit antidemokratischen Handlungen und Haltungen deutlich.

„Der Sport lässt sich nicht spalten, sondern wird seine demokratischen Werte gemeinsam verteidigen. Außerdem benennen wir demokratiespaltende Kräfte wie die AfD oder auch die Grauen Wölfe beim Namen“, erklärt dsj-Vorstandsmitglied Benny Folkmann. Die Positionierung wird durch einen Maßnahmenkatalog mit Handlungsprinzipien ergänzt, der die Positionierung für Geschäftsstellen und Gremien sowie die Arbeit in Vereinen und Verbänden konkretisiert. Weitere Infos finden Sie auf den Websites „Sport und Demokratie“ des DOSB und „Sport mit Courage“ der dsj 

vds/dosb