„Mit Michael Kuhn verlieren wir den Doyen des österreichischen Sportjournalismus“, sagte SMA-Präsident Michael Schuen über den Verstorbenen. Der aus Wien stammende Reporter war Ehrenpräsident der Vereinigung österreichischer Sportjournalisten Sports Media Austria (Kuhn-Foto: SMA).
„Was ich immer geschätzt habe: Seine joviale Art, seine Höflichkeit, seine Noblesse, seine Gutherzigkeit“, fügte Schuen in seinem persönlichen Nachruf hinzu. „Nie war Michael Kuhn aufbrausend, oft konnte er mit seinen humorigen Bemerkungen aber zwischen den Zeilen schonungslos offen sein. Nie aber war er beleidigend.“
In seinem Nachruf würdigte der ORF Kuhn als „Reporterlegende“. Für den öffentlich-rechtlichen Sender hatte er von 1965 bis 1993 Fußballspiele und Skirennen kommentiert. Jahrzehntelang arbeitete Kuhn bei der „Kronen Zeitung“. Er leitete das Sportressort und war zum Schluss geschäftsführender Chefredakteur.
Auch im Weltverband der Sportjournalisten engagierte sich Kuhn viele Jahre. Von 2013 bis 2017 war er AIPS-Schatzmeister, danach Vorsitzender der Ethikkommission. Die AIPS ehrte ihn 2019 für sein Lebenswerk („A life in sport“-Award). Der Verband Deutscher Sportjournalisten trauert um einen geschätzten Kollegen. Wir sind in Gedanken bei seiner Familie.
vds/sma/orf