Seine Fotografie war hintergründig, nicht vom vordergründigen Bilderzwang des Agenturbetriebs gesteuert. So machte er sich einen Namen, nicht zuletzt durch seine (Tennis-)Fotos aus Wimbledon, New York und Key Biscayne in den Glanzzeiten von Steffi Graf und Boris Becker.
Überall dort haben wir oft und intensiv Zeit miteinander verbracht, wenn die Bälle ruhten. Unsere Photophilosophie war ähnlich. Zwangsläufig machte er sich selbstständig. Und dies mit Erfolg: Er wusste einfach, was ein gutes Foto ist. Und wie man es macht. Dies erkannte er auch neidlos bei Kollegen an und ließ sie es auch wissen.
Sein Witz, seine liebenswerte Art und seine unaufgeregte Professionalität machten ihn gleichermaßen beliebt bei Kollegen und Auftraggebern. In den letzten Jahren haben wir uns ausgetauscht über seine Schritte Richtung Fotokunst, die wir „irgendwie gemeinsam“ gehen wollten.
Und wir haben uns amüsiert über unsere Tölemänner und deren Eigenheiten. Auch das eine oder andere „Weißt du noch?“ floss in unsere Gespräche ein. Und wir verabredeten einen „Soiree de Mémoires“ für 2023. Verdammt, Rolf, du gehst zu früh! Und es tut sehr weh.