26 Medaillen gewannen deutsche Athlet:innen bei den Winterspielen 2026. Es waren je achtmal Gold und Bronze, dazu kam zehnmal Silber. In Peking gab es vor vier Jahren eine Medaille mehr. Damals glückten zwölf Olympiasiege. Das deutsche Team bestand dieses Mal aus 188 Aktiven, so viele waren es noch nie bei Winterspielen.
„Wir sehen, dass andere Nationen stärker werden und uns das Leben auch im Wintersport nicht leicht machen. Trotzdem fällt mein Fazit insgesamt positiv aus und ich bin stolz auf das, was unser Team hier in den vergangenen zwei Wochen gezeigt hat“, sagte Olaf Tabor, Chef de Mission des Team D (Tabor-Foto: picture alliance/DOSB).
Der angestrebte dritte Rang in der Medaillenwertung wurde als Fünfter verpasst. Verlass war wieder einmal auf Bob, Rodeln und Skeleton. Nahezu drei Viertel der deutschen Medaillen wurden in diesen Disziplinen geholt.
Umso gefährlicher könnte eine Entwicklung sein, über die der Investigativjournalist Jens Weinreich berichtet (€). Im IOC würde es Überlegungen geben, die erfolgreichsten deutschen Wintersportarten aus dem olympischen Programm zu nehmen. „Wir sollten sehr froh sein, dass wir im Eiskanal immer noch eine Dominanz haben“, bilanzierte Tabor.
„Diese Winterspiele im Herzen Europas an traditionsreichen Wettkampfstätten haben tolle Momente geschaffen, die uns noch lange in Erinnerung bleiben werden. Mein Dank gilt ausdrücklich unseren italienischen Gastgebern, die uns wunderbar aufgenommen haben“, sagte DOSB-Präsident Thomas Weikert. Die nächsten Olympischen Winterspiele sind 2030 in den französischen Alpen.
vds/dosb