HALL OF FAME

Fußball-Legenden Pia Wunderlich, Bernard Dietz und Ottmar Hitzfeld aufgenommen

06.11.2025

Weitere drei herausragende Akteure gehören nun der im Deutschen Fußballmuseum in Dortmund verorteten HALL OF FAME des deutschen Fußballs an. Neu dabei sind Pia Wunderlich, Bernard Dietz und Ottmar Hitzfeld.

 

Eine Weltmeisterin, ein Europameister und ein zweifacher Champions-League-Sieger sind die neuberufenen Mitglieder der HALL OF FAME des deutschen Fußballs. Im Rahmen ihrer jährlichen Abstimmung fiel die Wahl der Jury aus führenden deutschen Sportjournalistinnen und Sportjournalisten auf Pia Wunderlich, Bernard Dietz und Ottmar Hitzfeld. Neben ihren herausragenden sportlichen Leistungen zeichnen alle drei Gewählten eine besondere Persönlichkeit und Haltung aus, mit der sie den Fußball über einen langen Zeitraum geprägt haben.

Pia Wunderlich spielte in der deutschen Frauen-Nationalmannschaft, die 2003 in den USA erstmals den WM-Titel gewinnen konnte. Bereits 1995 wurde sie Vize-Weltmeisterin und zählte zu den Europameisterinnen-Teams 1997, 2001 und 2005. Noch heute ist die 102-malige Nationalspielerin, die lange für den 1. FFC Frankfurt aktiv war, dem Fußball verbunden und betreut Inklusionsmannschaften in Hessen. „Das ist ja cool! Ich freue mich riesig über die Aufnahme", sagt Wunderlich.

Als Kapitän der deutschen Europameistermannschaft von 1980 ist Bernard Dietz unvergessen. Zu dieser Zeit war er maßgeblich daran beteiligt, dass die deutsche Nationalmannschaft in 23 Spielen nacheinander ungeschlagen blieb, eine bis heute gültige Rekordserie. Ebenfalls Rekord sind seine 77 Bundesliga-Tore als Abwehrspieler. Allein vier davon erzielte er in der Saison 1977/1978 beim legendären 6:3 seines MSV Duisburg gegen Bayern München. Während seiner 16 Jahre in der höchsten deutschen Spielklasse wurde er nie vom Platz gestellt. „Ich habe zuerst gedacht, da veräppelt mich einer – das ist doch alles 40 Jahre her und heute kennt mich keiner mehr", so Dietz. (Foto: Deutsches Fußballmuseum)

Ottmar Hitzfeld ist der bisher einzige Trainer, der mit zwei deutschen Vereinen die Champions League gewinnen konnte. Der gebürtige Lörracher schaffte dies als Chefcoach von Borussia Dortmund und Bayern München. Mit beiden Teams holte er zudem sieben deutsche Meisterschaften und dreimal den DFB-Pokal. Wegen seines besonnenen und respektvollen Umgangs mit seinen Spielern und dem Umfeld seiner Mannschaften wurde ihm der Spitzname „Gentleman“ zuteil. „Vielen Dank an die Jury und das Deutsche Fußballmuseum für diese besondere Ehre“, sagte Hitzfeld.

Museumsdirektor Manuel Neukirchner: „Drei Persönlichkeiten, die über ihre individuelle Qualität hinaus für eine ganze Ära stehen“

„Der Fundus an Legenden des deutschen Fußballs ist angesichts seiner über 140-jährigen Geschichte naturgemäß groß. Deshalb fällt die Auswahl einiger weniger besonders schwer. Umso schöner ist es, wenn sich dabei Persönlichkeiten herauskristallisieren, die über ihre individuelle Qualität hinaus für eine ganze Ära stehen, weshalb sich andere gleichsam mitgewählt fühlen dürfen“, sagte Manuel Neukirchner, Direktor des Deutschen Fußballmuseums in Dortmund, in dem die HALL OF FAME des deutschen Fußballs verortet ist.

Die nächste Preisverleihung, bei der die jetzt Berufenen feierlich in die Ruhmeshalle aufgenommen werden, findet voraussichtlich im Frühjahr 2027 im Deutschen Fußballmuseum statt. Zuvor berufen und bereits aufgenommen wurden insgesamt 53 Legenden (36 Männer und 17 Frauen). Der Jury gehören etliche VDS-Mitglieder an, darunter Präsident André Keil (NDR), Beisitzer Martin Volkmar (ran) und Ehrenpräsident Erich Laaser (Freelancer). Hier finden Sie weitere Informationen zur HALL OF FAME des deutschen Fußballs.

vds/hof