Neues Buch

Gefährliche Ideologien vermeintlicher Überlegenheit

20.09.2024

Der Historiker Hans Joachim Teichler hat mit „Sport in den deutschen Diktaturen des 20. Jahrhunderts“ ein weiteres umfassendes Werk vorgelegt. Seine Analyse der DDR und der NS-Zeit ist aufschlussreich.

 

Basis des Bandes „Sport in den deutschen Diktaturen des 20. Jahrhunderts“ sind Hans Joachim Teichlers Untersuchungen zur Sportpolitik im Nationalsozialismus und in der DDR. Während das NS-Regime qua Sport die Überlegenheit der „arischen Rasse“ nachweisen wollte, versuchte die DDR-Diktatur, die Überlegenheit des Sozialismus über den Kapitalismus zu demonstrieren (Buchcover-Abbildung: Nomos).

Im ersten Teil wird zuerst auf Akteure wie Leni Riefenstahl, Max Schmeling und Carl Diem eingegangen. Dann stehen die Olympischen Spiele von Berlin 1936 und das Verhältnis zum IOC im Mittelpunkt. Der zweite Teil zur DDR behandelt die schwierigen Anfänge in den 1950er-Jahren, das olympische Wettrüsten (1960er) und die Doping-Thematik (1970er und 1980er).

Teichler ist Sportwissenschaftler und -historiker. Er war von 1994 bis 2011 Professor für die Zeitgeschichte des Sports an der Universität Potsdam. Seine zahlreichen Veröffentlichungen befassen sich mit der Sportpolitik im Nationalsozialismus, dem Arbeitersport, dem Sport in der DDR und der Erinnerungskultur des Sports.

Hans Joachim Teichler
„Sport in den deutschen Diktaturen des 20. Jahrhunderts“
Nomos, Baden-Baden, Juni 2024
broschiert, 646 Seiten
ISBN-10: 3985721416
ISBN-13: 978-3985721412
114,00 Euro

vds/nom